In England gilt oft: Zu früh aus der Klinik entlassen

Veröffentlicht:

LONDON (ast). Britische Krankenhäuser entlassen viele Patienten zu früh. Das führt nach Angaben des Londoner Gesundheitsministeriums dazu, dass die Zahl jener Patienten, die bereits kurz nach ihrer Entlassung wieder aufgenommen werden mussten, stark gestiegen ist.

Die Kliniken des staatlichen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) stehen unter großem Druck, effizienter zu arbeiten und Kosten zu senken. Britische Medien sprechen von hot beds (heißen Betten), da Patienten schnell ein- und ausgecheckt werden. Durch die frühen Entlassungen sollen Belegquoten erhöht werden.

Kehrseite der Medaille: zwischen 1998 und 2008 stieg die Zahl jener Patienten, die bereits kurz nach ihrer Entlassung wieder in ein Krankenhaus aufgenommen werden mussten, weil es Komplikationen gab, um 52 Prozent. Derzeit werden nach offiziellen Statistiken rund 500 000 NHS-Patienten binnen vier Wochen nach ihrer Entlassung wieder in eine Klinik aufgenommen.

Jetzt ist im Gespräch, solche Kliniken finanziell zu bestrafen, die Patienten zu früh als "geheilt" nach Hause schicken. Die konservative Partei kündigte an, im Falle eines Wahlsieges bei den Unterhauswahlen NHS-Krankenhäuser zu zwingen, Patienten "so lange wie medizinisch nötig" zu betreuen, anstatt sie frühzeitig nach Hause abzuschieben.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Zwei Empfehlungen mehr

WHO aktualisiert Europäischen Kodex gegen Krebs

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Ein junges Mädchen wird geimpft – gegen HPV? (Symbolbild mit Fotomodellen)

© milanmarkovic78 / stock.adobe.com

Vision Zero Onkologie

Die Elimination des Zervixkarzinoms

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen

Röntgen-Thorax führte zur Diagnose

Kasuistik: Negativer D-Dimer-Test trotz akuter Lungenembolie

Lesetipps
Das Zusammenspiel zwischen Vermögensverwalter und Anlegerin oder Anleger läuft am besten, wenn die Schritte der Geldanlage anschaulich erklärt werden.

© M+Isolation+Photo / stock.adobe.com

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Eine Frau liegt erschöpft auf einem Sofa.

© fizkes / stock.adobe.com

Patientenumfrage

Krebs: So häufig sind Tumorschmerzen