Berufspolitik

Jeder zwölfte Arzt in Sachsen ist Ausländer

DRESDEN (tt). In Sachsen arbeiten immer mehr Ärzte aus Osteuropa, vor allem aus den unmittelbaren Nachbarländern des Freistaats. 1402 ausländische Ärzte aus 87 Nationen waren bei der Sächsischen Landesärztekammer zum 31. Dezember 2010 gemeldet, teilte die Kammer mit.

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Das sind 153 Kollegen mehr als noch 2009, was eine Zunahme um etwa zwölf Prozent bedeutet. Die meisten Ärzte stammen aus Polen, der Slowakei, Tschechien, Russland und Österreich.

"Die gut ausgebildeten ausländischen Kollegen sichern die medizinische Versorgung in Sachsen mit ab und helfen so, die Auswirkungen des Ärztemangels zu minimieren", erklärte Kammerchef Dr. Jan Schulze.

Der Anteil der ausländischen Ärzte beträgt bei 15.000 berufstätigen Medizinern in Sachsen 8,2 Prozent. Von den ausländischen Medizinern arbeiten 1111 Ärzte in Kliniken, 67 sind niedergelassen.

116 arbeiten in sonstigen Bereichen und 108 ausländische Mediziner sind ohne ärztliche Tätigkeit. Ärzte aus westlichen Staaten spielen in Sachsen kaum eine Rolle; so sind laut Kammer nur zwei britische Ärzte in Sachsen gemeldet.

Einzig Österreich spielt eine größere Rolle, 85 Ärzte aus dem Land arbeiten derzeit in Sachsen. Erst kürzlich warb eine Delegation von sächsischen Regierungs- und Kammervertretern in Österreich um den verstärkten Ärzte-Austausch.

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