Großbritannien

Johnson verspricht mehr Geld für Demenzforschung

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London. Der britische Premierminister Boris Johnson will im Falle eines Wahlsiegs im Dezember die Finanzmittel für die Alzheimer-Forschung in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Pro Jahr sollen 83 Millionen Pfund (etwa 97 Millionen Euro) zusätzlich zur Verfügung stehen, erklärte Gesundheitsminister Matt Hancock am Samstag in einem BBC-Interview. Auch die oppositionelle Labour-Partei hatte bereits mehr Hilfen für die Forschung und die Patienten in Aussicht gestellt.

Derzeit leiden etwa 850.000 Menschen in Großbritannien unter Demenz. Innerhalb der nächsten 30 Jahre werden sich Alzheimer-Erkrankungen Prognosen zufolge verdoppeln, vor allem da die Menschen älter werden.

Ärger gab es indes um Forderungen aus der Ärzteschaft, Hausbesuche bei Patienten aus Mangel an Kapazitäten einzuschränken. Dies wies Gesundheitsminister Matt Hancock im Gespräch mit dem Sender „Sky News“ scharf zurück: „Das wird nicht geschehen.“ Hausärzten sei bereits Unterstützung zugesagt worden.

Der Gesundheitsdienst NHS, der hauptsächlich aus Steuergeldern finanziert wird, gilt als marode und überlastet. Patienten müssen oft wochenlang auf einen Termin beim Arzt warten. In Kliniken werden viele Operationen verschoben. Der Brexit und die Zustände im Gesundheitssektor bestimmen weitgehend den Wahlkampf. Die Briten wählen am 12. Dezember ein neues Parlament. (dpa)

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