Direkt zum Inhaltsbereich

KBV rückt Herz-Patienten in den Fokus

Neues aus der KBV- Vertragswerkstatt: Ein Kardiologie-Konzept soll die Versorgung von Haus- und Fachärzten verzahnen.

Veröffentlicht:
Herz-Patienten mit einem neuem Versorgungskonzept im Fokus.

Herz-Patienten mit einem neuem Versorgungskonzept im Fokus.

© Andrius Gruzdaitis / fotolia.com

BERLIN (eb). Die Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz soll nach Ansicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) verbessert werden. Dafür sollen Hausärzte und Kardiologen enger zusammenarbeiten.

Dazu hat die KBV gemeinsam mit dem Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) ein Versorgungskonzept für die betroffenen Patienten vorgestellt. "Mit dem Konzept soll die Lebensqualität der Patienten mit Herzinsuffizienz verbessert werden", sagte KBV-Chef Dr. Andreas Köhler in Berlin.

Das ist auch aus Sicht der Kardiologen wichtig: "Für Patienten bedeutet die Krankheit häufige Klinikaufenthalte sowie eine enorme finanzielle Belastung", so BNK-Bundesvorsitzender Dr. Norbert Smetak.

Vor allem sollen dem Konzept zufolge Hausärzte und Kardiologen individueller auf die überwiegend älteren Patienten eingehen können. Das Durchschnittalter der Betroffenen liege bei 77,6 Jahren. Mit Notfall- und Wochenendbetreuungsregelungen sollen zudem Krankenhauseinweisungen verhindert werden.

Der Vertrag soll die bereits bestehenden Disease-Management-Programme zur KHK ergänzen. Dieser umfasse bisher lediglich die Herzinsuffizienz-Patienten, die eine KHK als Ursachenerkrankung haben, so Köhler. Nach Angaben der KBV laufen zu diesem Konzept derzeit noch keine Verhandlungen mit Kassen.

Die KBV entwickelt regelmäßig auf der Grundlage des Paragrafen 73c SGB V gemeinsam mit Berufs- und Selbsthilfegruppen fachübergreifende Konzepte für besondere Vertragsbereiche. Bisher gibt es dreizehn Konzepte aus der Vertragswerkstatt.

Davon wurden lediglich drei umgesetzt. Was die KBV plant, wird in Baden-Württemberg bereits gelebt. Dort hat die AOK unter anderem mit Medi und dem Bundesverband Niedergelassener Kardiologen im Juli einen 73c-Vertrag gestartet. Ein Kernpunkt: Bessere Vernetzung von Haus- und Fachärzten.

Lesen Sie dazu auch: Welt-COPD-Tag: Spirometrie hilft früh auf die Spur Selektivverträge als Spielfeld für Innovationen KBV sucht Kasse für Vertragskonzepte KBV-Verträge verstauben in der Schublade

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Spurenelemente

Zink und Testosteron: Wann ist eine Substitution sinnvoll?

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

Lesetipps
Hände hallten Tablette in linker Hand und Glas Wasser in rechter Hand

© IQ-Photography / Generated with AI / Stock.adobe.com

Medikamentöse Adipositastherapie

Faktenckeck orales Semaglutid: Was es kann und wo der Haken ist