Westfalen-Lippe

KV will "Doktor-Hopping" ahnden

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DORTMUND. In Westfalen-Lippe soll die Terminservicestelle erfassen, ob Patienten die Terminvergabe missbrauchen, und sie dann von der Vermittlung ausschließen.

Das hat der zweite Vorsitzende der KV Westfalen-Lippe (KVWL), Dr. Gerhard Nordmann, auf der Vertreterversammlung in Dortmund angekündigt.

Die KVWL wolle von den Ärzten, bei denen die Patienten über die Servicestellen einen Termin erhalten, eine Rückmeldung darüber haben, ob die Termine tatsächlich wahrgenommen werden.

"Wenn wir ein Doktor-Hopping bemerken, wird der Patient gesperrt", sagte Nordmann.

Er hielt mit Kritik an der Terminservicestelle nicht hinter dem Berg. "Sie ist die unsinnigste Einrichtung, die uns je von der Gesundheitsgesetzgebung vorgeschrieben worden ist."

Dennoch werde sie in Westfalen-Lippe voraussichtlich am 23. Januar an den Start gehen. Dann läuft die gesetzlich vorgesehene Frist aus.

Dabei wird es zu Beginn wohl noch einige Improvisationen geben. So wird die Software für den Aufdruck des Überweisungscodes nicht rechtzeitig fertig sein.

Deshalb erhalten alle Hausarztpraxen und die häufig überweisenden Fachärzte im Januar von der KVWL per Post Überweisungscodes zugeschickt, die sie auf die Überweisungsmuster aufkleben müssen.

Die KVWL hat alle Fachärzte angeschrieben und sie um die Nennung freier Termine gebeten. Künftig sei vorgesehen, dass die Termine durch jede Praxis über das Online-Portal der KVWL selbst eingetragen werden können. (iss)

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