Kammer-Chef Gadomski will sich zu Vorwürfen äußern

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SAARBRÜCKEN (kin). Wegen der Betrugsvorwürfe gegen den saarländischen Ärztekammer-Chef Dr. Franz Gadomski kommt am Mittwochabend in Saarbrücken die Vertreterversammlung der Kammer zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Der einzige Tagesordnungspunkt heißt "Persönliche Erklärung des Kammerpräsidenten".

Nach Medienberichten ermittelt die Saarbrücker Staatsanwaltschaft gegen Gadomski. Anlass ist den Angaben zufolge eine Anzeige der Krankenkasse KKH-Allianz gegen den Ärztekammer-Präsidenten und bundesweit rund 240 weitere Mediziner. Sie sollen Vorsorge-Untersuchungen häufiger als erlaubt abgerechnet haben (wir berichteten). Die Saarbrücker Staatsanwaltschaft hat dazu jede Stellungnahme abgelehnt. Der Sprecher der Anklagebehörde, Bernd Meiners, sagte der "Ärzte Zeitung" lediglich, ob es einen begründeten Anfangsverdacht gebe, wisse man noch nicht.

Der Antrag auf die Dringlichkeitssitzung war von mindestens 40 der 71 Mitglieder der Vertreterversammlung unterstützt worden. "Wir wollen wissen, was los ist", erklärte der Völklinger Nervenarzt Dr. Thomas Kajdi. "Wir sind bisher von der Kammer nicht informiert worden." Mit Spannung wird nun erwartet, ob der Kammer-Präsident an der Saar weiter im Amt bleibt. Gadomski war erst im Juli in einer Kampfabstimmung mit zwei Stimmen Mehrheit für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden.

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