Direkt zum Inhaltsbereich

Transgeschlechtlich

Kammer-Chef kritisiert Gesetzentwurf

Veröffentlicht:

BERLIN. Unzumutbare Hürden für trans- und intergeschlechtliche Menschen sieht die Bundespsychotherapeutenkammer in einem Referentenentwurf von Justiz- und Innenministerium angelegt.

Der Entwurf sehe nach wie vor eine implizite Begutachtung transgeschlechtlicher Menschen durch Ärzte und Psychotherapeuten vor, wenn sie ihren Vornamen oder ihr Geschlecht in Ausweisdokumenten geändert haben wollten, kritisiert Kammerpräsident Dr. Dietrich Munz.

Als transgeschlechtlich gelten Menschen, deren Geschlechtsidentität von dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht abweicht. Anders als bei intergeschlechtlichen Menschen, also Menschen mit körperlichen Merkmalen beider Geschlechter, sollen sich Transgeschlechtliche zwingend einer „qualifizierten Beratung“ unterziehen müssen. In der Folge sollen die beteiligten Ärzte oder Psychotherapeuten begründen, warum sich eine Person einem anderen oder gar keinem Geschlecht zugehörig fühle, fordert der Entwurf, der der „Ärzte Zeitung“ vorliegt.

Damit komme es zu einer Vermischung von Beratung und Begutachtung, warnt die Bundespsychotherapeutenkammer. Die geschlechtliche Identität könne aber niemand besser beurteilen als der betroffene Mensch selbst. „Ausschlaggebend sollte daher sein, wie eine Person ihr Geschlecht empfindet“, sagte Munz am Montag in Berlin. (af)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neurodivergenz

ADHS in der Hausarztpraxis: Hinweise für die Diagnostik

Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Änderungsantrag beschlossen

Bundestag verschärft Terminmeldepflicht für Praxen

Potenzielle Über- und Untertherapie

Medikation des Typ-2-Diabetes wird im Alter zu selten angepasst

Lesetipps
Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann

Petechien, also kleine Einblutungen in die Haut, an einem Bein.

© Robert Yap / stock.adobe.com

Frühe Warnzeichen

Bei diesen Hautbefunden auch an Hantavirus denken

Nahaufnahme einer Ärztin, die die Schilddrüse einer Patientin mit einem Ultraschallgerät untersucht.

© [M] artem_goncharov / stock.adob

Best-Practice-Empfehlungen

Erhöhtes Schilddrüsenkrebs-Risiko unter GLP-1-RA-Therapie?