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Kammer sieht in Reformen "keinen großen Wurf"

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FRANKFURT/MAIN (ine). Unzufrieden mit der Gesundheitsreform ist die Spitze der Landesärztekammer Hessen. Der Regierung sei "kein großer Wurf" gelungen, so Kammerpräsident Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Er sprach auf der Delegiertenversammlung in Bad Nauheim von einem "Reförmchen".

Das Grundproblem einer bedarfsgerechten Balance zwischen maximal möglicher medizinischer und volkswirtschaftlich finanzierbarer Versorgung habe die Regierung nicht gelöst. Eine besonders bittere Medizin sei die Preisdeckelung für Krankenhäuser und der Vergütungsabschlag für Mehrleistungen.

Kritik übte der Kammerchef auch am Arzneimittelgesetz AMNOG. Die frühe Nutzenbewertung zur Festlegung von Medikamentenpreisen sei im Grunde zwar richtig, mache jedoch keinen Sinn, wenn die dafür nötigen Studien von der Industrie selbst kommen. Ärzte könnten damit nicht sicher sein, dass die Bewertung eines Medikamentes auf objektiven Kriterien beruht.

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