Kommentar – Arztinformationssystem

Keine Ampel für die EDV

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Nutzenbewertungsbeschlüsse sind für Ärzte häufig ein Buch mit sieben Siegeln. Bis die Informationen darüber in den Praxen ankommen und sich auf dem Kassenrezept niederschlagen, vergeht oft viel Zeit. Mit dem vom Gesetzgeber im Frühjahr beschlossenen Arztinformationssystem soll die Nutzenbewertung den Ärzten schnell und praxisgerecht vermittelt werden.

Der GKV-Spitzenverband hat jetzt in Berlin gezeigt, in welcher Form und Informationstiefe die Ärzte per Software unterstützt werden könnten, wenn es nach dem Willen der Krankenkassen geht.

Die gute Nachricht: Selbst die Krankenkassen wollen den Ärzten offenbar nicht allzu sehr ins Handwerk, sprich, in die Therapiefreiheit pfuschen. Eine Verordnungs-Ampel soll es nicht geben.

Profitieren würden Ärzte von dem System, wenn sie bei Verordnungen in Subgruppen ohne belegten Zusatznutzen direkt im Modul die Gründe dokumentieren und sich so gegen eventuelle Regressansprüche absichern könnten.

Unvermeidbar in diesem Prozess ist wohl, dass die Regelungsdichte immer weiter zunimmt – und dies auch in Praxisabläufen wie der Arzneiverordnung , die im ärztlichen Alltag ständig vorkommen. Bürokratieabbau sieht anders aus.

Lesen Sie dazu auch: Nutzenbewertung neuer Medikamente: Kassen rücken beim Arztinfo-System von der Steuerung via Ampel ab

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Zahlen von vfa und IGES

Krebsmedikamente bleiben innovativ – und teuer

Frühe Nutzenbewertung

G-BA: Geringer Zusatznutzen für Nivolumab bei Ösophaguskrebs

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?