Kommentar zur Verhütung

(K)eine Frage des Geldbeutels

Kostenübernahme von Pille, Spirale & Co. für Frauen mit wenig Geld? Ein jetzt abgeschlossenes Modellprojekt liefert Argumente dafür.

Von Thomas Hommel Veröffentlicht: 10.09.2019, 16:10 Uhr

Die Forderung nach Kostenübernahme von Verhütungsmitteln für Frauen mit wenig Geld ist nicht neu. Grüne und Linke haben sich des Themas angenommen und Entsprechendes gefordert. Auch der Bundesrat hat sich schon 2017 für eine Kostenübernahme bei Geringverdienern eingesetzt. Geworden ist daraus bislang nichts.

Mit dem jetzt vorliegenden Abschlussbericht zum Modellprojekt „biko – Beratung, Information, Kostenübernahme bei Verhütung“ bekommt die Forderung jedoch neues Gewicht. Denn die Ergebnisse zeigen: Das Thema Verhütung bewegt geringverdienende Frauen in jedem Alter. Es lässt sich nicht auf eine bestimmte Lebenssituation oder eine spezielle Erwerbsbiografie eingrenzen.

Viele der Frauen, die im Rahmen des Modellprojekts einen Antrag auf Kostenerstattung für Verhütungsmittel gestellt haben, weil ihnen das Geld dafür fehlt, haben bereits ein oder mehrere Kinder. Verhütung als Teil der Familienplanung muss aber auch dann funktionieren, wenn Frauen Verhütungsmittel nicht aus der eigenen Tasche bezahlen können – und zwar die Mittel, die sie sich selber wünschen. Das „biko“-Projekt liefert ausreichend Argumente, die Kostenerstattung erneut auf die politische Agenda zu heben.

Lesen Sie dazu auch: Für geringverdienende Frauen: Kostenlose Verhütung gefordert

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