Kinderkommission moniert Defizite bei Früherkennung

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BERLIN (ras). Die Kinderkommission im Deutschen Bundestag sieht immer noch Mängel bei der Umsetzung der Kinderfrüherkennungs-Untersuchungen.

Nach einer Expertenanhörung wünscht sich die Sprecherin der Kinderkommission, Marlene Rupprecht (SPD), den Auf- und Ausbau eines flächendeckenden Einladungs- und Erinnerungswesens. Außerdem plädiert sie dafür, Früherkennungsuntersuchungen im Hinblick auf Kindeswohlgefährdungen auszuwerten.

Zudem solle der Gemeinsame Bundesausschuss die Kinderrichtlinien dahingehend überprüfen, ob weitere Untersuchungen aufgenommen werden sollten.

Vor allem die Vorsorgelücke im Grundschulalter sollte mit der Neueinführung einer U10 geschlossen werden. Außerdem müsse geprüft werden, inwieweit Lockerungen der Schweigepflicht für ausgewählte Berufsgeheimnisträger wie zum Beispiel Kinder- und Jugendärzte empfehlenswert sind. Erst dann wäre in ernsthaften und begründeten Verdachtsfällen die Weitergabe von Informationen von Ärzten an Jugend- oder Gesundheitsämter möglich, erklärte Rupprecht.

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