Klinik und Niedergelassene gründen gemeinsam Versorgungszentrum

HEIDE (di). Klinik und niedergelassene Ärzte haben an der schleswig-holsteinischen Westküste gemeinsam ein Medizinisches Versorgungszentrum gegründet. Die Praxisinhaber sind jedoch nur Minderheitengesellschafter im WestDoc MVZ Heide GmbH.

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Ziel des MVZ ist eine engere Zusammenarbeit zwischen den Praxen und dem Westküstenklinikum Heide. Auf dessen Gelände wird derzeit ein Ärztehaus erweitert, damit am MVZ beteiligte Ärzte dort ihre Praxen ansiedeln können.

An dem MVZ beteiligen sich Kardiologe Dr. Christian Lüer, Gastroenterologe Dr. Rolf Böger und Gynäkologin Dr. Sandra Rauen, die sich durch eine gemeinsame Geräte- und Personalnutzung Synergieeffekte erhoffen. Weiterer Gesellschafter ist ein schon bestehendes Heider Klinik-MVZ, das vier Neurochirurgen und eine Laborärztin angestellt hat.

Administrative Aufgaben übernimmt das MVZ-Management, so dass sich die Praxisinhaber auf die Patientenversorgung konzentrieren können. Das Westküstenklinikum Heide verfolgt neben einer besseren Versorgung aus einer Hand auch strategische Ziele. "Das MVZ sorgt dafür, dass die Kassensitze der niedergelassenen Fachärzte und damit auch die Budgets für die Versorgung der Bevölkerung im Kreis bleiben. Andernfalls droht der Westküste auf längere Sicht das Abwandern der Spezialisten", teilte das Klinikum mit. Aber auch die Stärkung des Standortes als Gesundheitszentrum spielt bei der MVZ-Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten eine Rolle.

Die KV begrüßt, dass die niedergelassenen Ärzte bei diesem Modell beteiligt sind. KVSH-Sprecher Marco Dethlefsen betonte aber, dass die Körperschaft vorrangig das gemeinsam mit der Ärztegenossenschaft geplante Modell verfolgt, bei dem eine gemeinsame Gesellschaft Praxissitze aufkauft und jungen Ärzten schrittweise den Einstieg in die Niederlassung ermöglicht.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Eigene Konzepte sind gefragt

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