Berufspolitik

"Kliniken können Versorgungslücken nicht schließen"

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MÜLHEIM (iss). Wenn niedergelassene Ärzte in großem Umfang aus der ambulanten Patientenversorgung verschwinden, werden Kliniken die entstandene Lücke nicht ausfüllen können. Darauf macht der Vorsitzende des Marburger Bundes Rudolf Henke aufmerksam. "Wir werden als Krankenhaus-Ärzte ein Wegbrechen der niedergelassenen Versorgung in der Fläche nicht kompensieren können", sagte Henke bei einer Veranstaltung der Kreisstelle Mülheim der Ärztekammer Nordrhein.

Er habe den Eindruck, dass die Erosion der ambulanten Versorgung bereits beginne, sagte er. Mit Sorge betrachtet Henke vor allem die Auswirkungen der niedrigen Regelleistungsvolumina (RLV) in NRW. Mit einem RLV für Hausärzte von 36 Euro in Nordrhein und 32 Euro in Westfalen-Lippe lasse sich die Versorgung nicht aufrechterhalten, warnte er. Um hier Veränderungen zu erreichen, sei die Politik gefragt.

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