Niedersachsen

Kliniken wollen Extra-Aufschlag für IT-Sicherheit

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HANNOVER. Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) fordert in einem Brief an alle Landtagsabgeordneten in Hannover von der neu gewählten Landesregierung eine "Sonderinvestitionsprogramm Digitalisierung" für die Krankenhäuser.

Die hohen Aufwendungen für den Betrieb der informationstechnologischen Einrichtungen, vor allem die Kosten für die Absicherung gegen Cyberkriminalität, könnten laut Verbandsdirektor Helge Engelke "nicht ansatzweise ausreichend über die Betriebskostenfinanzierung berücksichtigt werden.

Auch in den Berechnungen der Krankenhausinvestitionen sei dieser Aspekt noch nicht enthalten, teilt die NKG mit. Mit einem "Sonderinvestitionsprogramm Digitalisierung" des Landes speziell für Krankenhäuser würde unterstrichen, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen ein wesentlicher Eckpfeiler der digitalen Strategie der neuen Landesregierung ist, heißt es in dem Schreiben.

Erst kürzlich hat der neue Minister für Digitales in der großen Koalition, Bernd Althusmann (CDU), angekündigt, dass die Landesregierung in den kommenden Jahren eine Milliarde Euro unter anderem in den Breitbandausbau stecken will. Ein Masterplan soll Eckpunkte benennen, wie das Geld verwendet werden soll.

Über das Sonderinvestitionsprogramm hinaus forderte Engelke, das Volumen der Krankenhausinvestitionen mindestens zu verdoppeln. Die Erwartungen an eine Aufstockung seien "hoch", hieß es. Die im Wahlkampf genannte Zahl von 200 Millionen Euro für Einzelinvestitionsmaßnahmen stelle aus Sicht der NKG nur einen "Einstieg in die Diskussion im Sinne einer Untergrenze" dar. (cben)

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