Rauchen

Klöckner will Werbeverbot auch für E-Zigaretten

Veröffentlicht:

BERLIN. In der Diskussion um Tabak-Werbeverbote wirbt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) für umfassende Beschränkungen. „Ob Filter- oder E-Zigarette: Alle derartigen Produkte, in denen Nikotin enthalten ist, sollten meiner persönlichen Meinung nach nicht mehr beworben werden dürfen. Weder auf Plakatwänden noch im Kino“.

Sie bekräftigte, dass die Entscheidung im Parlament liege.Die Koalitionsabgeordneten seien dabei, sich über eine gemeinsame Gesetzesinitiative zu verständigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich für ein Verbot von Tabakwerbung ausgesprochen und gesagt: „Bis zum Jahresende werden wir eine Haltung dazu finden.“ In die lange festgefahrene Debatte ist Bewegung gekommen, nachdem die Union generellen Widerstand dagegen aufgegeben hat.

In der vorigen Wahlperiode war ein Anlauf zu einem Außenwerbeverbot daran gescheitert. Nun wird darüber diskutiert, bestehende Beschränkungen auf Außenwerbung und Kinos auszuweiten. Offen ist, ob nur klassische Tabakprodukte einbezogen werden sollen.

Klöckner sprach sich dafür aus, dass ein Werbeverbot auch für E-Zigaretten gelten solle, die Nikotin enthalten. „Der Anteil mag teilweise geringer sein, gesundheitsschädlich ist er nach wie vor.“ Zu Argumenten, E-Zigaretten könnten Raucher zum Ausstieg bewegen, sage sie: „Sie können aber auch zum Einstieg motivieren.“

Die SPD will E-Zigaretten in ein Verbot einbeziehen. Tabu ist Tabakwerbung etwa schon in Radio und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften. Laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung sterben 120.000 Menschen jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. (dpa)

Mehr zum Thema

Uni Hamburg startet Studie

Wer kommt wie am besten durch eine Pandemie?

Das könnte Sie auch interessieren
Johanniskraut: Eine vorteilhafte Option bei einer Depression

© Tania Soares | EyeEm

Corona und Depression

Johanniskraut: Eine vorteilhafte Option bei einer Depression

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Johanniskraut kann mehr als bisher angenommen

© koto-feja, LordRunar | iStock

So wirkt Johanniskraut

Johanniskraut kann mehr als bisher angenommen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Faktencheck: Johanniskrautextrakt vs. Citalopram

© ChristianChan | iStock

Depressionen behandeln

Faktencheck: Johanniskrautextrakt vs. Citalopram

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen