Kommentar

Konkrete Modelle auf den Tisch!

Von Martin Wortmann Veröffentlicht: 25.05.2010, 15:00 Uhr

Nicht erst beim Ärztetag in Dresden wurde deutlich, wie umstritten das Thema Kostenerstattung bei den Ärzten ist. Das ist kein Zufall, denn Befürworter wie Skeptiker haben für ihre Position jeweils gute Gründe.

Die Diskussion muss also weitergehen - aber konkreter als bisher. Die Befürworter der Kostenerstattung kontern Argumente der Gegner gerne mit dem Hinweis auf sozial flankierende Regelungen. Doch das reicht nicht mehr aus, die Karten müssen auf den Tisch, wie dies konkret gestaltet werden soll. Denn jede Stellschraube, an der man dreht, beeinflusst das Gesamtergebnis. So ist eine Sonderreglung für ärmere Patienten zwar unumstritten notwendig, jede Lösung würde aber den erhofften Einfluss auf Kostenbewusstsein und Eigenverantwortung zumindest abschwächen.

Aus guten Gründen ist das bestehende Abrechnungssystem bei vielen Ärzten in der Kritik. Doch es ist immerhin bekannt. Ein fairer Vergleich ist daher nur mit einem Gegenmodell möglich, das ebenso konkret ausformuliert ist. Nachdem die Kernargumente längst auf dem Tisch liegen, ist jede andere Diskussion über die Kostenerstattung sinnlos. Und ein Systemwechsel mit angestümmelten Ergänzungen würde mit Sicherheit zur Enttäuschung führen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Kontroverse um die Kostenerstattung - Wem nützt sie? Wer hat welches Risiko?

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