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"Kosten-Nutzen-Bewertung läuft derzeit noch ins Leere"

ESSEN (iss/fst). Die Kosten-Nutzen-Bewertung wird in Deutschland erst in einigen Jahren zum Tragen kommen. Davon geht der künftige Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Professor Jürgen Windeler aus.

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"Die Kosten-Nutzen-Bewertung ist ein vernünftiges Instrument. Aber ich glaube, zur Steuerung des Gesundheitssystems in Deutschland ist sie im Moment noch nicht reif", sagte Windeler im Interview mit der "Ärzte Zeitung".

Ein wesentliches Problem sieht er in der fehlenden Klarheit darüber, welche Konsequenzen aus den Ergebnissen der Kosten-Nutzen-Bewertung gezogen werden. "Ich muss aus der Kosten-Nutzen-Bewertung Entscheidungen und Empfehlungen ableiten, sonst läuft sie ins Leere", betont er. Weder die Politik noch der Gemeinsame Bundesausschuss seien darauf vorbereitet. Der Grund: Die notwendige gesellschaftliche Debatte ist hierzulande - anders als etwa in Großbritannien - noch nicht geführt worden. Nicht zufällig sei die Bedeutung der Kosten-Nutzen-Bewertung im Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (AMNOG) deutlich reduziert worden, so Windeler.

Bedeutung wird das Verfahren nach seiner Ansicht erst mittelfristig bekommen. In rund fünf Jahren könnte die Kosten-Nutzen-Bewertung vielleicht Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen werden. "Dann wäre es gut, wenn wir das Instrument ausprobiert und Erfahrungen damit gesammelt haben", sagt er.

Lesen Sie dazu auch das Interview: "Die Akzeptanz des IQWiG kann deutlich besser werden"

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