Kosten höhere Beiträge 50 000 Arbeitsplätze?

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KÖLN (iss). Ökonomen gehen mit den Reformplänen der Bundesregierung ins Gericht. Der Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt vor den Folgen der geplanten Beitragssatzerhöhung in der GKV. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" könnte die Anhebung von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent rund 50 000 Arbeitsplätze vernichten. Das hat der DIHK berechnet.

"Die Kapazitäten der Unternehmen in Deutschland sind immer noch unausgelastet. Da sind höhere Arbeitskosten genau das Falsche", sagte DIHK-Chefsvolkswirt Volker Treier. Bei einer Umfrage der Organisation unter 26 000 Unternehmen hatten 35 Prozent von ihnen die Arbeitskosten als das größte Konjunkturrisiko bezeichnet. Noch mehr Sorgen machen nur noch steigende Energie- und Rohstoffpreise (37 Prozent).

Auch der Ökonom Christoph Schröder vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft sieht nach dem Zeitungsbericht die Pläne der Bundesregierung skeptisch. Das betrifft auch die Zusicherung, den Arbeitgeberanteil am GKV-Beitrag ab 2011 einzufrieren. "Darauf würde ich mein Haus nicht verwetten." Er kritisierte auch den künftig ungedeckelten Zusatzbeitrag, der das Nettoeinkommen all jener Versicherter belasten wird, bei denen der Sozialausgleich für Bedürftige nicht greift. "Eigentlich sollte die Regierung die Lücke zwischen Brutto und Netto so klein wie möglich halten", so Schröder.

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