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Niedersachsen

Krebsprävalenz wird steigen

Veröffentlicht:

HANNOVER. 21 Prozent mehr Krebs-Neuerkrankungen pro Jahr erwarten die Autoren des Jahresberichtes 2010 des Krebsregisters Niedersachsen bis zum Jahr 2030. Der Grund für die Steigerung: der demografische Wandel.

Die altersbereinigten Neuerkrankungsraten für Männer und Frauen seien in den letzten beiden Diagnosejahren zwar leicht zurückgegangen, teilt das Krebsregister mit.

"Aufgrund des demografischen Wandels ist in Niedersachsen dennoch mit einer deutlichen Zunahme der Fallzahlen für Krebsneuerkrankungen zu rechnen, für Männer um 27 Prozent, für Frauen um 14 Prozent", hieß es.

Im Diagnosejahr 2010 erkrankten fast 48.000 Menschen in Niedersachsen an Krebs, und zwar 25.656 Männer und 22.305 Frauen (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs).

Die Prostata ist bei den Männern mit einem Anteil von 28,3 Prozent das am häufigsten von Krebs betroffene Organ; bei den Frauen ist Brustkrebs mit 32,3 Prozent die häufigste Krebsneuerkrankung. Darmkrebs und Lungenkrebs folgen bei beiden Geschlechtern an zweiter und dritter Stelle.

Die krebsbedingte Sterblichkeit ist seit 1990 im Land um mehr als 20 Prozent gesunken. 21.606 Menschen sind im Jahr 2010 an Krebs gestorben. (cben)

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