Gesundheitspolitik international

Krise: Spanien kürzt bei Aids-Prävention

MADRID (mame). Über 300 spanische und internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) werfen der spanischen Regierung vor, den Kampf gegen Aids aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage einfach aufgegeben zu haben.

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In einem öffentlichen Brief an Spaniens Gesundheitsministerin Ana Mato kritisieren sie die Regierung von Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, im Zuge der Rotstiftpolitik den staatlichen HIV/Aids-Präventionsplan "praktisch ausgelöscht" zu haben.

Damit bringen sie "sämtliche Fortschritte der letzten Jahre in Gefahr", heißt es in dem Schreiben.

Die Organisationen, unter denen sich auch zahlreiche Homosexuellen-Verbände befinden, klagen, Madrid habe vor allem die Sensibilisierungskampagnen zum Thema HIV-Infektionen aufgrund des Sparzwangs in Spanien völlig ausgesetzt.

Tatsächlich wurden seit der Regierungsübernahme der Konservativen im vergangenen Dezember weder die üblichen Aids-Präventions-Kampagnen gestartet oder fortgeführt, noch ernannte Gesundheitsministerin Ana Mato einen neuen Direktor zur Koordinierung des nationalen Anti-Aids-Plans.

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