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Klinikplanung

Länder haben Schlüsselrolle in der Geriatrie

Die Krankenhausplanung ist ein Faktor, mit dem die Länder bei der Schaffung geriatrischer Versorgungsstrukturen wuchern können. Das zeigen Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz.

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KÖLN. Die Bundesländer können eine wichtige Rolle bei der Schaffung geriatrischer Versorgungsstrukturen spielen. Das zeigen die Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz. Dort hat die Entwicklung eines Geriatrie-Konzepts die geriatrische Versorgung einen guten Schritt nach vorn gebracht - auch wenn es nach wie vor Defizite gibt, etwa im ambulanten Bereich.

"Als Länder haben wir in der Geriatrie ein Schwergewicht an Kompetenz einzubringen: die Krankenhausplanung", sagte Dr. Silke Heinemann, Referatsleiterin Krankenhausplanung im Landesministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, auf der Geriatrie-Konferenz in Köln.

In Rheinland-Pfalz sei die Geriatrie in den vergangenen vier Jahren ein Schwerpunkt der Gesundheitspolitik gewesen. Das Land habe als einziges ein Demografie-Ministerium. "Die Geriatrie ist Bestandteil jeglicher Demografie-Strategie", so Heinemann.

Das Land brachte 2009 ein Geriatriekonzept auf den Weg. Als wesentliche Ziele skizzierte Heinemann den Erhalt der geriatrischen Rehabilitation, den stufenweisen Aufbau der Akut-Geriatrie, den Ausbau der ambulanten Versorgung, die Vernetzung der Akteure und den Ausbau der Weiter- und Fortbildung.

Vielerorts seien bis heute viele Fortschritte erzielt worden, berichtete Heinemann. Die stationäre Kapazität in der Geriatrie ist von 200 auf 545 Betten erweitert worden. Allerdings gebe es nach wie vor weiße Flecken.

Angemessen Vergütung in der geriatrischen Reha

"Die wohnortnahe Grundversorgung ist auch vier Jahre nach dem Geriatrie-Konzept noch nicht umgesetzt." So habe Koblenz nach wie vor noch keine Geriatrie.

Der Bereich der geriatrischen Rehabilitation sei stabilisiert worden, die Kassen zahlten dort jetzt angemessenere Vergütungssätze. Aber: "Wir haben es nicht geschafft, eine mobile Rehabilitation aufzubauen."

Auch bei den niedergelassenen Ärzten ist Heinemann mit der Entwicklung noch nicht zufrieden. "Wir wünschen uns mehr Kompetenz im niedergelassenen Bereich."

Dort müssten die Angebote ausgebaut werden. Zwar sei die Geriatrie Bestandteil von Hausarztverträgen. "Das haben wir begrüßt. Aber leider werden sie noch nicht umgesetzt."

Sie ist gespannt, ob der neue EBM mit den neuen Gebührenziffern für die hausärztlich-geriatrische Versorgung sich positiv auswirken wird.

Auch die Möglichkeit für die Kliniken, geriatrische Institutsambulanzen zu gründen, könnte positive Effekte haben und die notwendige Vernetzung voranbringen, hofft Heinemann. Die Grenzen zwischen den Sektoren seien ein limitierender Faktor beim notwendigen Ausbau der geriatrischen Versorgungsstrukturen, betonte sie. (iss)

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