"Landarzt ist aussterbende Art"

STUTTGART(fst). Die Gemeinden in Baden-Württemberg sehen die ärztliche Versorgung auf dem Land in Gefahr und schlagen Alarm.

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Die Versorgungslücken werden nach Ansicht des Gemeindetages wachsen, wenn nicht gegengesteuert wird. Der Landarzt sei eine "aussterbende Art", auch eine Notarztversorgung sei nicht mehr überall gewährleistet. Gemeindetagspräsident Roger Kehle hat daher am Mittwoch "eine konzertierte Aktion aller am Gesundheitswesen Beteiligten" vorgeschlagen.

Es gehe allerdings nicht an, dass durch das Engagement der Gemeinden "Kosten des Gesundheitswesens auf die kommunale Ebene abgewälzt werden", heißt es in einer Erklärung des Gemeindetags. Statt "ruinösen Wettbewerbs" sei mehr interkommunale Zusammenarbeit nötig. Die Vertretung der Gemeinden fordert, eine "sinnvolle Arbeitsteilung unter Krankenhäusern" solle dafür sorgen, dass eine wohnortnahe Grundversorgung weiter möglich bleibt. Nötig sei auch eine bessere Vernetzung von Kliniken mit Reha- und Pflege-Angeboten.

Baden-Württembergs Sozialministerin Dr. Monika Stolz begrüßte den Appell, einen runden Tisch einzuberufen. Es gebe bereits konkrete Vorschläge, um die Kooperation zwischen Kommunen zu verbessern. Diese könnten in einzelnen Gemeinden erprobt werden.

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