Nordosten

Landrätin folgt Schwesig ins Ministeramt

Veröffentlicht:
Wird Ministerin: Birgit Hesse.

Wird Ministerin: Birgit Hesse.

© dpa

SCHWERIN. Birgit Hesse wird Nachfolgerin von Manuela Schwesig als Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern. Damit wird sie wie Schwesig auch für Gesundheit zuständig sein.

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) bescheinigte der 38jährigen derzeitigen Landrätin des Kreises Nordwestmecklenburg in dieser Funktion "hervorragende Arbeit".

"Der Kreis steht sehr gut da. Sie versteht es auf Menschen zuzugehen, Sorgen aufzunehmen und für ihre Ideen Unterstützung zu finden", sagte Sellering, der Hesses Ministerium als "Schlüsselressort" bezeichnete.

Hesse wurde 1975 im schleswig-holsteinischen Elmshorn geboren. Nach dem Abitur studierte sie Jura in Kiel, absolvierte ein Rechtsreferendariat und trat in den Polizeidienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern ein. Dort leitete sie unter anderem das Polizeirevier in Wismar.

2005 wurde sie Beigeordnete des Landkreises Nordwestmecklenburg und war in dieser Funktion auch verantwortlich für Jugend und Soziales. 2008 wurde sie in Direktwahl zur Landrätin gewählt, 2011 in einem um die Stadt Wismar erweiterten Kreis als Landrätin bestätigt. Ihr neues Amt in Schwerin soll Hesse im Januar antreten.

Ihre Vorgängerin Manuela Schwesig war 2008 ähnlich unbekannt wie Hesse Ministerin in Schwerin geworden. Jetzt wird sie Bundesfamilienministerin.

Schwesig hatte schnell überregional Parteikarriere gemacht. Seit 2009 ist sie stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, in der Großen Koalition wird sie wie berichtet Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

In der Gesundheitspolitik im Nordosten hatte sie sich anfangs rar gemacht, dann aber bei den Akteuren hohe Anerkennung gefunden. Zuletzt hatte sie sich wiederholt für eine Stärkung der Freiberuflichkeit der Ärzte ausgesprochen. (di)

Mehr zum Thema

Im parlamentarischen Verfahren

Medizinische Versorgungszentren: Lauterbach will Investoren verbieten

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Inkretinmimetika

GLP-1: Wie aus dem kleinen Hormon ein Rockstar wird

Risikoanalyse

Komplikation nach Hernien-Operation: Wer ist gefährdet?

Lesetipps
Mehrkosten für die Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung seien Investition in den Erhalt der Praxen, betont Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. 

© Michael Kappeler / dpa

Kabinett winkt GVSG durch

Lauterbach macht Hausarztpraxen Mut: „Jede Leistung wird bezahlt“

Brücke zwischen zwei Steilklippen. Auf der Brücke stehen zwei Menschen.

© Usman / stock.adobe.com

Aktuelle Forschung

Antikörper – die Verkuppler der Krebsmedizin

Heiße Nächte können nicht nur nervig sein. Sie gehen auch mit einem höheren Risiko für Schlaganfälle einher, so das Ergebnis einer Studie aus München und Augsburg.

© samuel / stock.adobe.com

Studie mit Daten zu 11.000 Schlaganfällen

Tropische Nächte sind offenbar ein Risikofaktor für Schlaganfälle