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Variante BQ 1.1 breitet sich aus

Lauterbach rechnet mit Corona-Welle im Winter

Nicht leichtsinnig werden, die Coronavirus-Pandemie ist noch nicht vorbei, warnt Gesundheitsminister Lauterbach. Und kritisiert Bayern und Schleswig-Holstein, weil sie überlegen, die Maskenpflicht zu lockern.

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„Überbietungswettbewerb“ bei Lockerungen der Corona-Maßnahmen: Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD).

„Überbietungswettbewerb“ bei Lockerungen der Corona-Maßnahmen: Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD).

© [M] HANNIBAL HANSCHKE / EPA / picture alliance

Berlin. Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach rechnet mit steigenden Corona-Infektionszahlen im Winter. „Ich glaube, dass wir noch einmal eine Winterwelle bekommen werden“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im „Bayerischen Rundfunk“.

Er verstehe daher die Eile der Bundesländer bei den Lockerungen nicht. „Jetzt gibt es hier einen Überbietungswettbewerb: Welches Land kann zuerst lockern? Das ist ein Stück weit populistisch.“ Zudem gefährde es diejenigen, die sich selbst nicht gut schützen könnten, sagte Lauterbach.

Unerwartet hohe Übersterblichkeit im Oktober

Er verwies auf rund 1000 Menschen, die pro Woche mit dem Coronavirus sterben und eine unerwartet hohe Übersterblichkeit im Oktober. Die Überlegung Bayerns und Schleswig-Holsteins, in wenigen Wochen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr abzuschaffen, kritisierte der SPD-Politiker.

Einer solchen „leichtsinnigen“ Entscheidung werde sich der Bund nicht anschließen. Mehrere Länder haben zudem Isolationspflichten für Corona-Infizierte aufgehoben.

Was halten Sie davon, dass einige Bundesländer die Corona-Isolationspflicht abschaffen?

Finde ich richtig, die Isolationspflicht ist unangemessen angesichts der Infektionslage.
18 %
Finde ich richtig, wir müssen zurück zu mehr Eigenverantwortung.
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Grundsätzlich die richtige Entscheidung, aber die Regelung sollte bundesweit gelten.
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Das ist ein Fehler. Wir müssen weiterhin die vulnerablen Gruppen vor Ansteckung schützen.
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Ich blicke nicht mehr durch, was nun wo gilt.
2 %

In den vergangenen Wochen waren die Corona-Infektionszahlen in Deutschland deutlich gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 186,9 an. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 177,9 gelegen (Vorwoche: 199,2; Vormonat: 584).

Wieder leichter Anstieg der 7-Tage-Inzidenz

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil längst nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik.

Laut RKI hatte zuletzt die Omikron-Sublinie BQ 1.1 auch in Deutschland zugenommen. Angesichts dieser „mehr oder weniger“ komplett immunflüchtigen Variante will der Bund die Teil-Impfpflicht im Gesundheitsbereich nicht über das Jahresende hinaus fortführen. Aus medizinischer Sicht sei eine Verlängerung nicht zu rechtfertigen. (dpa/hom)

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