Zwei Empfehlungen mehr
WHO aktualisiert Europäischen Kodex gegen Krebs
14 wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen, mit denen Menschen ihr persönliches Krebsrisiko senken können, sind im aktualisierten Europäischen Kodex gegen Krebs enthalten.
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Rauchstopp zur Krebsprävention: Der Europäische Kodex gegen Krebs warnt nun auch vor dem Konsum von E-Zigaretten und Vapes.
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Heidelberg. Pünktlich zum Weltkrebstag am 4. Februar liegt die aktualisierte, fünfte Auflage des Europäischen Kodex gegen Krebs in deutscher Sprache vor.
Der Kodex wird von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO veröffentlicht und enthält 14 wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen, mit denen Menschen ihr persönliches Krebsrisiko senken können.
„Allein im Jahr 2023 erhielten rund 520.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs. Zwei von fünf dieser Erkrankungen wären durch gesundheitsbewusstes Verhalten vermeidbar gewesen“, erinnert Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), in einer Mitteilung des des DKFZ und der Deutschen Krebshilfe am Montag (2. Februar).
IARC verschärft bisherige Präventionsempfehlungen
Ein krebsvorbeugender Lebensstil beinhaltet unter anderem den Verzicht auf Tabak, eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ein gesundes Körpergewicht sowie Schutz vor UV-Strahlung.
Einige Empfehlungen hat die IARC erweitert bzw. verschärft: So warnt der Kodex nun auch vor dem Konsum von E-Zigaretten und Vapes. Zudem raten die Autoren zum vollständigen Verzicht auf Alkohol sowie auf die Nutzung von Solarien.
Statt zwölf umfasst der Kodex nun 14 Handlungsempfehlungen, die Menschen helfen, ihr Krebsrisiko zu verringern. Erstmalig hat die IARC Umweltverschmutzung als Faktor aufgenommen. Der Kodex empfiehlt beispielsweise, sich mit Bus und Bahn sowie zu Fuß und mit dem Fahrrad fortzubewegen, anstatt das Auto zu nutzen, oder auf Feuerstätten in Innenräumen zu verzichten.
Zwei separate Empfehlungen richten sich an Frauen. Für junge Mütter gilt: Möglichst langes Stillen senkt das Risiko für Brustkrebs. Frauen mit Beschwerden in den Wechseljahren sollten eine Hormonersatztherapie nur nach ärztlicher Rücksprache und so kurz wie nötig einsetzen.
Staat trägt Verantwortung, gesundes Verhalten zu fördern
In der fünften Auflage richtet sich die IARC mit dem Krebskodex erstmals ausdrücklich an die Politik. Sie fordert wirksame gesetzliche Maßnahmen, damit gesunde Entscheidungen im Alltag leichter fallen.
Dazu gehören unter anderem höhere Steuern auf Tabak- und Nikotinprodukte, Alkohol, zuckerreiche Lebensmittel und stark verarbeitetes Fleisch. Ergänzend sollen Informationskampagnen die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken.
Auch beim Impfschutz sieht die IARC eine zentrale staatliche Verantwortung. Sie empfiehlt, Impfprogramme gegen Hepatitis B und humane Papillomaviren auszubauen.
Darüber hinaus müssen politische Entscheidungsträger für bessere Arbeitsschutzmaßnahmen sorgen, insbesondere bei Menschen, die im Freien oder mit krebserregenden Stoffen arbeiten. Durch kluge Stadtplanung soll zudem die Luftqualität verbessert werden, etwa indem Schulen und Kitas nicht an stark befahrenen Straßen errichtet werden. (eb)








