Direkt zum Inhaltsbereich

Lebensmittel: Keine Ampel, aber mehr Informationen

Veröffentlicht:

BRÜSSEL (taf). Eine verpflichtende Kennzeichnung von Nährwerten in Nahrungsmitteln durch den Aufdruck von Signalfarben auf der Verpackung von Colagetränken oder Süßfruchtsäften wird es nicht geben. Der Gesundheitsauschuß des Europäischen Parlaments (EP) sprach sich stattdessen dafür aus, dass die Hersteller klare Informationen über die acht wichtigsten Inhaltsstoffe auf der Verpackung geben müssen. Dazu gehören Fett, Zucker, Salz, Eiweiß, Kohlenhydrate sowie der Energiewert.

"Die Ampel mit ihren willkürlichen Schwellenwerten ist wissenschaftlich nicht fundiert und kann zu Mangelernährung führen", so die EP-Berichterstatterin Renate Sommer (CDU). "Eine zuckerfreie Cola mit Süsstoff bekäme 'grün‘ und der naturtrübe Apfelsaft 'rot‘, nur weil er Fruchtzucker enthält."

Nun soll der Brennwert in Kilokalorien je 100 Gramm noch auffälliger auf Verpackungen platziert werden. Auch Informationen über Salz, Zucker, Fette und andere Stoffe sollen die Hersteller geben. Ein besonderer Hinweis ist für gentechnisch veränderte oder mit Nanopartikeln behandelte Nahrungsmittel vorgesehen.

Gegen die Ampel waren vor allem Süßwarenhersteller Sturm gelaufen. Auch Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) ist keine Freundin der Ampel. Gegen den Widerstand der Konservativen im Umweltausschuss konnte durchgesetzt werden, dass das Herkunftsland für Produkte aus Fleisch, Geflügel und Milch sowie für Obst und Gemüse immer angegeben werden muss.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Differenzierung ist entscheidend

INOCA/ANOCA: Welche Therapie ist die richtige?

Apps auf Rezept im Visier

Schutz vor Regress bei der DiGA-Verordnung

Lesetipps
Nahaufnahme eines Patient, der den Gesundheitsbereich der ChatGPT-App verwendet.

© Azulblue / stock.adobe.com

Digitalisierung

KI-Chatbots bieten 24/7-Sprechstunde für Patienten

Dass Sport einen positiven Effekt bei Patienten mit Depressionen hat, ist nichts Neues. Der Casus Knacksus ist die Motivation.

© Rifqi Muflih / stock.adobe.com

Motivierende Gesprächsführung

Wie motiviere ich Patienten mit Depression zu Sport?

Ein Arzt arbeitet mit einer KI-Anwendung.

© Deemerwha studio / stock.adobe.com

Von DiGA bis Chatbot

Wie KI hilft, die rheumatologische Versorgung zu verbessern