Marburger Bund will DGB auf seine Seite ziehen

BERLIN (sun). Im Kampf für die Tarifpluralität versucht der Marburger Bund (MB) jetzt den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) auf seine Seite zu ziehen. In einem offenen Brief fordert die Ärztegewerkschaft den DGB auf, "zur Verteidigung von Streikrecht und Tarifautonomie" zurückzukehren.

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MB-Chef Henke: Tarifautonomie verteidigen.

MB-Chef Henke: Tarifautonomie verteidigen.

© MB

Es handle sich um den Versuch, beim DGB für einen "Sinneswandel" zu sorgen, sagte MB-Chef Rudolf Henke bei der Vorstellung des Briefes in Berlin.

Bisher hat der DGB gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände dafür gekämpft, den Einfluss von Spartengewerkschaften einzuschränken. Eins ihrer Argumente: Starke Berufsgewerkschaften wie der Marburger Bund könnten die Zahl der Streiks in Deutschland deutlich erhöhen.

Der Widerstand gegen die Tarifpluralität im DGB bröckelt ohnehin. Etliche Gewerkschafter sehen in der Tarifeinheit einen Eingriff ins Streikrecht.

Sechs Verdi-Landesverbände lehnen die Tarifeinheit bereits ab. Die Spartengewerkschaften müssen allerdings immer noch auf eine Entscheidung seitens der schwarz-gelben Koalition warten.

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