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Medi Berlin fordert Ende der Richtgrößenprüfungen

BERLIN (ami). Mit dem geplanten Versorgungsstrukturgesetz soll die Richtgrößenprüfung abgeschafft werden. Das fordert die Ärzteorganisation Medi Berlin.

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"Die Abschaffung der Richtgrößenprüfung ist der einzige Weg, Ärzte in der Niederlassung wieder angstfrei und bedarfsgerecht arbeiten, therapieren und verordnen zu lassen", so der Berliner Medi-Chef Dr. Matthias Lohaus.

Anlass zu seiner Forderung gab die Entscheidung des Schiedsamtes über die Arzneimittel-Richtgrößen für die Ärzte in der Bundeshauptstadt. Demnach sinken die Richtgrößen in vielen Fachgruppen deutlich, mitunter sogar um die Hälfte .

"Eigentlich müssten wir allen niedergelassenen Ärzten empfehlen, den Rezeptblock ab dem 1. Juli 2011 einzuschließen, um nicht in die Gefahr eines Regresses zu geraten. Die Verordnung von Medikamenten wird zum Luxusgut", so Lohaus.

Viele schwer kranke Patienten würden dauerhaft und regelmäßig Medikamente benötigen und die Ärzte könnten nicht einfach ihr Verordnungsverhalten ändern.

Der Berliner Medi-Chef Lohaus kündigte an, dass "eine so dramatische Absenkung der Arzneimittel-Richtgrößen für fast alle Fachgruppen mitten im Jahr" ernste Konsequenzen in der Versorgung nach sich ziehen werde.

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