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BAH-Umfrage

Mehr Beratung zu Arzneimitteln erwünscht

Ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland wünscht sich mehr fachliche Ratschläge für die richtige Einnahme von Medikamenten. Diese Unterstützung soll in erster Linie vom Arzt oder Apotheker kommen.

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Viele Patienten richten sich schon nach den Empfehlungen des Arztes zur Therapie. Sie wünschen sich jedoch mehr Infos zur richtigen Einnahme von Medikamenten.

Viele Patienten richten sich schon nach den Empfehlungen des Arztes zur Therapie. Sie wünschen sich jedoch mehr Infos zur richtigen Einnahme von Medikamenten.

© Peter Atkins / Fotolia

BERLIN. Auch aus den Informationen im Beipackzettel, direkt von den Arzneimittel-Herstellern und aus dem Internet erhoffen Patienten sich künftig mehr Hinweise. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Meinungsumfrage des Deutschen Gesundheitsmonitors des BAH im vierten Quartal 2016. Das Marktforschungsunternehmen Nielsen führt diese Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) vierteljährlich durch.

Der Umfrage zufolge richten sich richten sich schon heute die meisten Menschen nach den Verordnungen des Arztes (95 Prozent) und nach den Empfehlungen des Apothekers (70 Prozent). Immerhin noch 61 Prozent schauen in den Beipackzettel, wenn es um die richtige Einnahme speziell von rezeptpflichtigen Medikamenten geht.

Geschlechtsspezifische Unterschiede gebe es vor allem beim Stellenwert der Internetrecherche: Frauen richten sich häufiger nach ihren persönlichen Überzeugungen oder informieren sich bei Freunden und Bekannten, berichtet der BAH. Männer dagegen recherchierten vergleichsweise öfter im Internet.

Gerade bei leichten Erkrankungen gaben 80 Prozentder befragten Patienten an, die Beratung in Apotheken für wichtig oder sogar sehr wichtig zu halten – auch bei pflanzlichen sowie homöopathischen Präparaten.

Fast 90 Prozent der Bevölkerung möchten wenigstens in Grundzügen wissen, was ein Arzneimittel im Körper macht. "Wir sollten daher Patienten ausführlicher als bisher über die therapeutische Wirkung und Wirkweise von Medikamenten aufklären", folgert Dr. Hermann Kortland, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BAH, aus den Daten. "Denn ein informierter Patient erhöht die Wahrscheinlichkeit der Therapietreue und damit die Chance auf eine schnelle Genesung." (run)

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