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KV Niedersachsen

Mehr Dialog mit Kliniken

Die KV will beide Sektoren näher zusammenbringen, lehnt eine einseitige Landnahme der Kliniken in der ambulanten Versorgung ab.

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HANNOVER. Die KV Niedersachsen (KVN) strebt eine stärkere Zusammenarbeit des ambulanten und stationären Sektors in Niedersachsen an. Die bessere Kooperation sei ein "Kernziel der Arbeit des KVN-Vorstandes" erklärten KV-Vertreter am 15. April auf der Tagung "Verzahnung ambulant-stationär" in Hannover.

Geplant sind zunächst unter anderem runde Tische vor Ort als "vertrauensbildende Maßnahmen", strukturierte Einzelgespräche zwischen Praxen und Kliniken, "Sichtung der guten Verzahnungsbeispiele in den Regionen" oder die Erhebung von Versorgungsgrunddaten vor Ort, hieß es.

Besonderen Wert legt man in Hannover auf eine bessere Kommunikation der beteiligten Leistungserbringer. "Wir müssen gemeinsam Verständnis für die unterschiedlichen Strukturen im Krankenhaus und in der Praxis entwickeln", so Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KVN.

Tatsächlich plant die KV und ein Krankenhaus im Land bereits ein Pilotprojekt, in dem Ärzte des Notfalldienstes des Krankenhauses mit den Kollegen des Bereitschaftsdienstes vor Ort zusammenarbeiten, wie KV-Sprecher Detlef Haffke bestätigte.

"Wir müssen in so einem Projekt drei Probleme lösen", sagt Helge Engelke, Direktor der Krankenhausgesellschaft Niedersachsen, der "Ärzte Zeitung". "Erstens muss die Präsenz der beiden Dienste besser abgestimmt werden, zweitens ebenso die Öffnungszeiten, und drittens muss die Finanzierung geklärt werden."

Die Notfallambulanzen arbeiteten nicht kostendeckend, so Engelke. Deshalb brauche man hier auch "ambulantes Geld". Haffke indessen betonte, wenn der Bereitschaftsdienst auf die Kliniken ausgedehnt werde, "dann kann nicht alles Geld aus dem ambulanten Topf kommen".

Auch beim Überleitungsmanagement sollten Vertragsärzte mehr Verantwortung übernehmen, so Hausarzt und KV-Vize Dr. Jörg Berling: "Das Krankenhaus kann aktiv zu dieser Zusammenarbeit beitragen, indem es Vertragsärzten (...) die für die weitere Behandlung notwendigen Daten schnell übermittelt."

Deshalb müsse die Schnittstellenproblematik im Austausch von Daten beseitigt werden. Barjenbruch zog aber auch Grenzen: "Wir wehren wir uns gegen die einseitige Öffnung der Krankenhäuser für die fachärztliche Versorgung." (cben)

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