Berufspolitik

Mehr Geld für Arbeitnehmer, weniger Arbeitslose

BERLIN (dpa). Die Bundesregierung warnt wegen der ungelösten Euro-Schuldenkrise vor zu großem Konjunktur-Optimismus.

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"Auch wenn die deutsche Wirtschaft hervorragend aufgestellt ist, so sind wir mit unserer Projektion bewusst auf der vorsichtigen Seite geblieben", sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler am Mittwoch in Berlin.

Laufe alles gut, sei im nächsten Jahr aber ein kräftiger Aufschwung mit 1,6 Prozent Wachstum möglich. Freuen könnten sich die Arbeitnehmer: Die verfügbaren Einkommen legen in diesem Jahr über drei Prozent zu.

Die Regierung bleibt etwas vorsichtiger als führende Ökonomen und bestätigt ihre früheren Einschätzungen. Im laufenden Jahr wird ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet.

Die führenden Forschungsinstitute trauen der deutschen Wirtschaft in ihrem vergangene Woche veröffentlichten Frühjahrsgutachten zu, nach einem Mini-Wachstum von 0,9 Prozent im laufenden Jahr bereits 2013 zwei Prozent oder mehr zu schaffen.

Einkommenswachstum so stark wie seit Jahren nicht mehr

Erfreut zeigte sich Rösler, dass die Arbeitslosigkeit weiter sinkt. Die Zahl der Arbeitslosen werde im Jahresschnitt in den kommenden zwei Jahren noch mal um insgesamt fast 200.000 zurückgehen.

Damit sinke die Arbeitslosenquote in diesem Jahr auf 6,7 Prozent und im kommenden Jahr auf 6,5 Prozent.

Die Arbeitnehmer profitieren vom Aufschwung. Das Plus bei den verfügbaren Einkommen beträgt laut Regierung in diesem Jahr 3,3 Prozent, im nächsten Jahr 3,1 Prozent.

"Damit wachsen die verfügbaren Einkommen in vier aufeinander folgenden Jahren so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr", erklärte Rösler. Die Teuerungsrate bleibt der Regierungsprognose zufolge in beiden Jahren mit 2,3 Prozent hoch.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Die Sinnlichkeit voller Sozialkassen

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