Migranten sollen mehr über Hepatitis B erfahren

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KÖLN (dad). Die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung und die Deutsche Leberstiftung wollen in Nordrhein-Westfalen türkische Migranten gezielt über Hepatitis B informieren. Sie haben bislang aber Probleme, genügend Ärzte für die Aktion "Für einen besseren Umgang mit Hepatitis B in NRW" zu finden.

Die Organisationen sehen erhöhten Handlungsbedarf, weil die Infektionsrate in dieser Bevölkerungsgruppe drei bis vier Mal höher liegt als unter Deutschstämmigen. "Die Resonanz ist bislang noch recht schwach", beklagt Dr. Yasar Bilgin, erster Vorsitzender der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung. "Es müssen mehr Ärzte mobilisiert werden." Auch die Medien will er in die Pflicht nehmen. "Mehr Information führt zu mehr Behandlung und damit zu einer Eindämmung der Krankheit." Durch die rechtzeitige Behandlung des Hepatitis B-Virus könnten die Übertragung der Krankheit verhindert und Folgeschäden wie Leberkrebs vermieden werden. Deshalb fordert Bilgin, dass sich Landesgesundheitsministerien und die KVen vermehrt für die Aufklärung einsetzen. "Damit können mit geringem Aufwand große Erfolge erzielt werden."

Bilgins Sorgen bestätigt auch das Robert Koch-Institut (RKI). Präventionsangebote werden von Migranten weniger genutzt als von Deutschen, hat das RKI beobachtet. Ein Problem sind sprachliche und kulturelle Barrieren. Deshalb setzen die Veranstalter der Kampagne auf Informationsveranstaltungen in türkischer Sprache.

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