Migranten sollen mehr über Hepatitis B erfahren

Veröffentlicht:

KÖLN (dad). Die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung und die Deutsche Leberstiftung wollen in Nordrhein-Westfalen türkische Migranten gezielt über Hepatitis B informieren. Sie haben bislang aber Probleme, genügend Ärzte für die Aktion "Für einen besseren Umgang mit Hepatitis B in NRW" zu finden.

Die Organisationen sehen erhöhten Handlungsbedarf, weil die Infektionsrate in dieser Bevölkerungsgruppe drei bis vier Mal höher liegt als unter Deutschstämmigen. "Die Resonanz ist bislang noch recht schwach", beklagt Dr. Yasar Bilgin, erster Vorsitzender der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung. "Es müssen mehr Ärzte mobilisiert werden." Auch die Medien will er in die Pflicht nehmen. "Mehr Information führt zu mehr Behandlung und damit zu einer Eindämmung der Krankheit." Durch die rechtzeitige Behandlung des Hepatitis B-Virus könnten die Übertragung der Krankheit verhindert und Folgeschäden wie Leberkrebs vermieden werden. Deshalb fordert Bilgin, dass sich Landesgesundheitsministerien und die KVen vermehrt für die Aufklärung einsetzen. "Damit können mit geringem Aufwand große Erfolge erzielt werden."

Bilgins Sorgen bestätigt auch das Robert Koch-Institut (RKI). Präventionsangebote werden von Migranten weniger genutzt als von Deutschen, hat das RKI beobachtet. Ein Problem sind sprachliche und kulturelle Barrieren. Deshalb setzen die Veranstalter der Kampagne auf Informationsveranstaltungen in türkischer Sprache.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Ärztin zeigt einer Patientin eine Kanüle.

© Angelov / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Vierte Säule

Diese Impfungen sind wichtig für die kardiovaskuläre Prävention