Nach Entscheidung aus Karlsruhe

Milliarden-Loch in Bundesfinanzen: SPD-Sozialpolitikerin sieht auch Gesundheitsausgaben unter Druck

Veröffentlicht:

Berlin. Nach Einschätzung der Sozialpolitikerin Heike Baehrens (SPD) nimmt nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimafonds auch der Druck in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch keine unmittelbaren Rückschlüsse ziehen. Aber eines ist völlig klar: Wir bewegen uns mit dem gesamten Sozialversicherungssystem in einem Umfeld, in dem sehr genau darauf geachtet werden muss, was ausgegeben werden kann“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion der Ärzte Zeitung.

Das Karlsruher Urteil stelle die Ampel-Koalition vor „außerordentliche Herausforderungen“, so Baehrens. „Wir wissen, dass diese Maßnahmen zum Klimaschutz dringend notwendig sind. Und wir brauchen eine Lösung, woher die 60 Milliarden Euro nun kommen können.“ Das werde zwar niemals „direkt“ zulasten der Kranken- und Pflegekassen gehen. „Auf der anderen Seite wissen wir, dass wir Steuermittel für unser Sozialversicherungssystem brauchen.“ Es gebe die große Sorge, dass von dieser Seite Druck komme, sagte die SPD-Politikerin. Gesetzliche Krankenversicherung und soziale Pflegeversicherung erhalten jährlich Steuerzuschüsse in Milliardenhöhe.

Lesen sie auch

Die Karlsruher Richter hatten in der vergangenen Woche geurteilt, dass die Aufstockung des Klima- und Transformationsfonds mit nicht genutzten Corona-Krediten verfassungswidrig sei. Im Zuge dessen fehlen der Koalition nunmehr 60 Milliarden Euro für Maßnahmen zum Klimaschutz. (eb)

Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Landessozialgericht Essen

80 Verfahren um GKV-Beitrag für Bürgergeldempfänger anhängig

Kolumne aus Berlin

Die Glaskuppel zur Prävention: Mehr als Kochkurs und Yogamatte

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
In Deutschland gibt es immer weniger klinische Forschung. Was Deutschland hingegen zu leisten imstande ist, zeigte sich zuletzt bei der COVID-19-Pandemie: mRNA-basierte Impfstoffe wurden schnell entwickelt und produziert.

© metamorworks / stock.adobe.com

Handlungsempfehlungen

Deutschland-Tempo statt Bürokratie-Trägheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nächtlicher Augeninnendruckanstieg

Sind zwei Kopfkissen für Menschen mit Glaukom eines zu viel?

Hausarzt und Gebietsärztin im Interview

Hausarztvermittlungsfälle: Wo es hakt und wie es besser ginge

Lesetipps
Ist die verordnete DiGA wirklich für eine Patientin oder einen Patienten geeignet? Darüber entscheidet nicht nur die gestellte Diagnose. (Motiv mit Fotomodell)

© stokkete / Stock.adobe.com

Verordnung Digitaler Gesundheitsanwendungen

Regressgefahr: Ausschlusskriterien bei DiGA beachten!

Ein älterer Flugpassagier fasst sich an die Brust. Herzprobleme?

© Bonsales / Generated with AI / Stock.adobe.com

Flugmediziner klärt auf

Wann ein Mensch zu krank für den Flug ist