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Hamburg

Mit Musik gegen Demenz

Demenzkranke sollen künftig mehr Musikangebote erhalten, so ein Appell aus Hamburg.

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Hamburg. Musik sollte stärker in die Versorgung und Unterstützung von demenziell Erkrankten einbezogen werden. Diese Forderung erhoben kürzlich die rund 200 Teilnehmer der Fachtagung „Musik und Demenz“ in Hamburg. Von Politik und Kostenträgern erwarten sie, dass entsprechende Ressourcen für die Umsetzung zur Verfügung gestellt werden.

In einem „Hamburger Appell“ traten die rund 200 Teilnehmer der Fachtagung dafür ein, dass dem Recht der Menschen mit Demenz auf kulturelle Teilhabe durch musikbezogene Angebote Rechnung getragen wird. Zur Begründung verwies der Landesmusikrat Hamburg als Veranstalter auf Studien, Projekte und Praxiserfahrungen, die die Teilhabe von Menschen mit Demenz durch Musik belegten.

„Auch in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung können Symptome der Demenz durch Musik positiv beeinflusst oder gar gemildert werden“, teilte der Landesmusikrat mit. Betroffene und Angehörige nähmen in der Folge „ein Mehr an Lebensqualität“ wahr. Für Pflegende und Betreuer bedeute dies eine Entlastung und einen zusätzlichen kommunikativen Zugang zu den Betroffenen.

Im Rahmen der Behandlung und Pflege sollten musikbezogene Anwendungen medikamentöse Anwendungen ergänzen oder sogar ganz ersetzen, forderten die Teilnehmer.

Musikassoziierte Angebote sollten als Qualitätsmerkmal guter Versorgung, Betreuung und Pflege regelhaft finanziert werden. Dies betreffe die Versorgung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen und in Krankenhäusern. Außerdem sollte geschultes Fachpersonal wie zum Beispiel Musiktherapeuten in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen und der Themenbereich Musik und Demenz integraler Bestandteil der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften werden.

Dass das Thema in Medizin und Politik Resonanz findet, zeigten unter anderem die Schirmherrschaft der Veranstaltung durch Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) und die wissenschaftliche Leitung durch den Chefarzt der Klinik für Geriatrie und physikalische Medizin am Amalie Sieveking Krankenhaus, Dr. Michael Musolf. (di)

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