Müller: Arzneikonzept von KBV und ABDA soll ins Gesetz

KIEL (HL). Die KBV wird sich gemeinsam mit der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) dafür einsetzen, das von den beiden Organisationen entwickelte Konzept zur Arzneimittelversorgung in das geplante Versorgungsgesetz zu übernehmen.

Veröffentlicht:

Dieses Konzept enthält mehrere Module: Zentral ist das gemeinsame Medikations-Management von Arzt und Apotheker für chronisch kranke multimorbide Patienten mit Polymedikation. Voraussetzung: Der Patient muss mindestens ein Jahr einen Apotheker seiner Wahl bestimmen.

Der Apotheker erfasst dabei die Gesamtmedikation einschließlich Selbstmedikation, prüft potenzielle Neben- und Wechselwirkungen sowie Kontraindikationen und führt Beratungsgespräche.

Die Erwartung: Steigerung der Compliance und Verminderung unerwünschter Wirkungen. Allein darin sehen KBV und ABDA ein jährliches Sparpotenzial von 1,8 Milliarden Euro. Ergänzt wird das Konzept von einer Medikationsliste und einer konsequenten Verordnung nur der Wirkstoffe. Als Folge soll die Richtgrößenprüfung entfallen.

Erleichterungen fordert KBV-Vize Dr. Carl-Heinz Müller auch für Heilmittelverordnungen: Vor allem für Patienten mit schweren Schädigungen und schweren chronischen Krankheiten müsse ein barrierefreier Zugang garantiert sein. Genehmigungsvorbehalte und Regressbedrohungen müssten entfallen.

Heilmittelvereinbarungen sollten vorrangig an Versorgungszielen ausgerichtet sein. Auf der Basis von Erfahrungen in Modellregionen solle auch eine Allgemeine Ambulante Palliativmedizinische Versorgung implementiert werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Frühe Nutzenbewertung

Mangels geeigneter Studie: Kein Zusatznutzen für Avacopan

Glosse

Markenmedikamente

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende

Studie aus Schweden

Dermatozoenwahn – frühes Anzeichen von Demenz?

Lesetipps