Kommentar zur Gleichstellung

Mut zur Veränderung

Gleichgestellt zu sein, heißt nicht, identisch zu sein. Diese Auffassung muss sich noch durchsetzen.

Von Lena Jamaszyk Veröffentlicht:

Für Gleichstellung braucht es den Mut, die traditionellen Rollenbilder abzulegen. Gleichzeitig sollten die Verantwortlichen in der Politik Rahmenbedingungen schaffen, durch die eine partnerschaftliche Aufgabenverteilung möglich wird.

Dass es in dieser Hinsicht auch innerhalb des Gesundheitssystems oft noch hapert, macht die Corona-Pandemie besonders deutlich.

Wünschenswert wäre eine Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von Diversitätsfaktoren, wie dem biologischen Geschlecht oder der Geschlechtsidentität, gleichwertig zu Wort kommen. Eine Gesellschaft, in der sich Vielfalt auch in Spitzenpositionen zeigt und sich niemand zwischen Familie und Karriere entscheiden muss.

Ärztinnen und Ärzte haben nach wie vor ein besonderes gesellschaftliches Ansehen und könnten auch in puncto Gleichstellung zu Vorbildern werden.

Dabei sollten wir allerdings nicht vergessen: Gleichgestellt zu sein heißt nicht, identisch zu sein.

Den biologischen Unterschieden und individuellen Bedürfnissen auch wissenschaftlich mehr Beachtung zu schenken ist wichtig, um Diversität erkennen und schätzen zu können. Ein absolut wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung.

Schreiben Sie der Autorin: lena.jamaszyk@ springer.com

Mehr zum Thema

Bundesarztregister

Niedergelassene Ärzte sind 0,02 Jahre „jünger“ geworden

Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

MÄD-CHEN, JUNG-CHEN, DIVERS-CHEN?

Was mich als Mann nicht nur zum Weltfrauentag am 8. März seit Jahrzehnten stört und ärgert: Es gibt in unserer Sprach- und Alltagskultur keine Gender-gerechten Ausdrucksformen im Deutschen für jüngere Frauen, Männer, Diverse bzw. Kinder.

Immer stehen die (großen) JUNGEN der Verkleinerungsform der (kleine) MÄDCHEN gegenüber. Im Englischen heißt es BOY/GIRL (mit Tendenz zum diskriminierenden girlie). Im Französischen heißt es neutral FILLE et GARÇON bzw. petite garçon und petite fille.

Aber selbst © Linguee Wörterbuch, 2020, übersetzt nicht korrekt: Da werden garçons pl m— mit Jungen pl · Jungs pl [ugs.] · Burschen pl
und dagegen
filles pl f—Mädchen pl · Girls pl · Mädels pl [ugs.] übersetzt. Vom korrekten Gegensatzpaar Mädchen/Bübchen ist nicht die Rede.

Im Österreichischen Sprachraum gibt es die Gegensatzpaare MÄDCHEN/BÜBCHEN, Bub/Mad oder Büberl/Madl.

Der fehlerhafte Deutsche Sprachgebrauch entlarvte sich vollends, wenn die diskriminierende und diminuierende Ausdrucksweise
Jungen/Mädchen/Diverschen
Platz greifen würde.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Wo sich sonst der „Fliegende Kuhstall“ dreht, wird jetzt geimpft: Karls Erlebnisdorf in Rövershagen.

„ÄrzteTag“-Podcast

900 Dosen AstraZeneca an einem Tag? Ein Hausarzt sagt, wie‘s geht

Eine der Zeichnungen aus dem Pernkopf-Atlas (1. Band, pp.290-291).

Wertvoll, aber bedenklich

Das moralische Dilemma mit dem Pernkopf-Atlas