NRW: Verbände kooperieren bei Hausarztverträgen

KÖLN (iss). In Nordrhein-Westfalen wollen der Hausärzteverband, Medi Deutschland und der Landesverband der Praxisnetze Hand in Hand arbeiten, wenn es um Selektivverträge geht. Im Mittelpunkt der jetzt unterzeichneten Kooperationsvereinbarung stehen zunächst die Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung (HzV).

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Die beteiligten Organisationen sehen in den HzV-Verträgen nach eigenen Angaben ein großes Potenzial zur gezielteren Versorgung von Patienten und zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit.

"Es kommt uns insbesondere auf die Verzahnung der hausarztzentrierten Versorgung mit den rein fachärztlichen Versorgungsverträgen an", sagt der Medi-Vorsitzende Dr. Werner Baumgärtner. Er sieht Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation und den Schnittstellen, wenn es um die Umsetzung der Verträge geht.

"Alle Beteiligten wollen vor allem die Steuerungsfunktion in der Versorgung stärken", sagte Dr. Norbert Hartmann, Vorsitzender des Hausärzteverbands Westfalen-Lippe. Das komme in erster Linie chronisch kranken und älteren Patienten zugute.

Die Vertragspartner sprechen sich für eine Streichung der gesetzlichen Regelung aus, nach der die HzV-Verträge an die Honorarentwicklung in den KVen gebunden sind und für zusätzliche Vergütungen ein Refinanzierungsvorbehalt gilt.

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