Risiko-Reisende

Nach Pflichttest: Montgomery will generelle Quarantäne

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich von diesem Samstag an auf Corona testen lassen. Das geht dem Vorsitzenden des Weltärztebundes nicht weit genug.

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Weltärztebund-Chef Frank Ulrich Montgomery: Es gilt chaotische Zustände im Gesundheitssystem zu verhindern.

Weltärztebund-Chef Frank Ulrich Montgomery: Es gilt chaotische Zustände im Gesundheitssystem zu verhindern.

© Stephanie Pilick

Passau. Nach der Ankündigung verpflichtender Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten werden Rufe nach schärferen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus laut. So fordert der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Mongomery, eine generelle Quarantäne. Tests seien nur „eine Momentaufnahme“.

Deshalb sollten alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten in Quarantäne gehen. „Eine Woche bis zehn Tage. Ein negativer Test kann nicht vor der Quarantäne schützen“, sagte Montgomery der „Passauer Neuen Presse“. Um eine Infektion sicher auszuschließen, sei ein zweiter Test nach mindestens 72 Stunden notwendig.

Montgomery sagte, es gelte erneut, chaotische Zustände im Gesundheitssystem zu verhindern. Der Anstieg der Corona-Infektionen sei mit der Rückkehr der Urlauber zu erwarten gewesen. „Wir müssen jetzt sehr viel konsequenter bei Rückkehrern auf die Einhaltung von Quarantäne und Testung achten“, sagte er. „Deutschland ist in einer Corona-Dauerwelle.“

Spahn: Test bei etwa zwei Prozent der Einreisenden positiv

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte in der Sendung „ARD extra“ zur Testpflichtverordnung, die verpflichtenden Tests für Reiserückkehrer stellten eine Verbesserung im Vergleich zur bisherigen Lage dar. „Besser geht immer, perfekter geht immer“, sagte der CDU-Politiker. Es gehe aber darum, eine Balance zwischen den Kapazitäten und dem, „was Sicherheit bringt“ zu erreichen.

Derzeit gebe es vermehrt positive Corona-Tests bei Rückkehrern – etwa 2 bis 2,5 Prozent der Einreisenden würden positiv getestet. Vor allem bei der Landeinreise aus Risikogebieten – etwa mit dem Auto – sei vielen Menschen gar nicht bewusst, dass es bereits jetzt eine Verpflichtung zur Quarantäne gibt. (dpa)

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