Neue Strategien gegen Engpässe in der Versorgung

Die KV Baden-Württemberg will mit zwei weiteren Projekten dem Nachwuchsmangel in der ambulanten Versorgung entgegentreten.

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STUTTGART (mm). Wer immer auch Gesundheitsminister oder Ministerin in Baden-Württemberg werden wird - mit Neugier, aber auch Gelassenheit erwarten die niedergelassenen Ärzte die Entscheidung der Koalitionsgespräche im Südwesten.

Mit allen Parteien - also auch mit Vertretern der Grünen und der SPD - habe man bereits im Vorfeld der Landtagswahlen Gespräche gesucht und sei mit den KV-eigenen Plänen auf positive Resonanz gestoßen, berichtete KV-Chef Dr. Norbert Metke am Mittwoch bei der Vertreterversammlung der KV Baden-Württemberg.

 In Stuttgart präsentierten Metke und seine Vorstandskollegen den VV-Delegierten das neue Strategiepapier der KV. Konkret plant die Südwest-KV danach noch in diesem Jahr sogenannte "RegioPraxen BW" einzurichten, um insbesondere im ländlichen Raum die hausärztliche Versorgung sicherzustellen.

 In diesen hausärztlich bestimmten RegioPraxen sollen nach den Plänen der KV auch Ärzte angestellt werden. Ebenfalls Fachärzte wie beispielsweise Pädiater können sich hier - quasi mit einer Nebenbetriebsstelle - einbringen.

Das nötige Geld für dieses Projekt will die KV bei Kassen, Land und Gemeinden einwerben. Für die zunächst zwei angedachten Modellpraxen haben sich bereits 15 Bewerber gemeldet.

Um dem Ärztemangel auf dem Lande zu begegnen, plant die KV eine "Rentnerforce" mit ehemaligen Praxisärzten einzurichten und einen frühzeitigen Beratungsservice für Medizinstudenten aufzubauen.

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