Kommentar zur Honorarverteilung

Neuer HVM, altes Budget

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Regelleistungsvolumina (RLV) und qualifikationsgebundenen Zusatzvolumina (QZV) sind im Norden schon wieder Geschichte. Nachweinen wird ihnen kaum ein Praxisinhaber.

Die meisten von ihnen ärgerten sich in der Vergangenheit über Schwankungen, echte Planungssicherheit war damit nicht gegeben. Abgelöst werden sie durch einen Honorarverteilungsmaßstab, der zwei Dinge mit seinem Vorgänger gemein hat: erneut ist er extrem komplex und am Grundproblem - der budgetierten Geldmenge - kann er auch nichts ändern.

Die KV Schleswig-Holstein darf sich dennoch berechtigte Hoffnungen machen, dass der hohe Aufwand, den jede neue Verteilungssystematik erfordert, einige Fortschritte bringt. Praxisinhaber müssen sich mit der Komplexität des Werkes nicht weiter auseinander setzen.

Sie erhalten eine Punktzahlmenge mitgeteilt, die sie zum festen Punktwert honoriert bekommen. Größere Schwankungen dürften damit der Vergangenheit angehören. Ärzte haben damit zumindestens Klarheit und Planungssicherheit. Dass viele von ihnen auch weiter mit dem Honorar unter dem Strich nicht zufrieden sein werden, lässt sich über den HVM nicht abstellen.

Die KV-Führung kann immerhin als Erfolg verbuchen, dass Abgeordnete und die meisten Ärzte im Norden die Rahmenbedingungen kennen und wissen, dass die KV nicht mehr ausschütten kann, als in den Honorarverhandlungen herauszuholen war.

Lesen Sie dazu auch: Zehn Cent Punktwert im Norden: Durchblick oder Augenwischerei?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Ministerin plant Entlastungsprogramm

Warkens Reformfahrplan: Apotheker werden „Hausärzte light“

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!

Lesetipps
Ein Arzt erläutert seinem Patienten mit Fettlebererkrankung anhand eines Anatomiemodell der Leber die prognostischen Risiken.

© manassanant / stock.adobe.com

Hepatisches Risiko erhöht

Schlank und MASLD – das macht der Leber schwer zu schaffen

Eine Person im CT.

© oksanazahray / stock.adobe.com

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Eine Hand lehnt demonstrativ eine Spritze ab.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar