AOK und Hausärzteverband

Neuer Hausarztvertrag in Hamburg

80 Prozent der AOK-Versicherten in der Hansestadt können bald an Hausarztverträgen teilnehmen. Der Vertrag wird ab Oktober wirksam.

Veröffentlicht:

HAMBURG. Der Hausärzteverband Hamburg und die AOK Rheinland/Hamburg haben sich auf einen Vertrag zur hausarztzentrierten Versorgung geeinigt. Damit sind laut Verband nun Hausarztverträge für 80 Prozent der Versicherten in der Hansestadt möglich.

Der am 1. Juli gestartete Vertrag wird ab Oktober versorgungs- und vergütungswirksam. Neben Vertragsärzten können auch angestellte Ärzte mit eigener Nummer bei der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft (HÄVG) teilnehmen und selbst Patienten einschreiben.

Der Verband erwartet, dass der AOK-Vertrag in Hamburg in Kürze zu den umsatzstärksten in Hamburg zählen wird. Allein mit dem TK-Vertrag erzielen die Hausärzte dort ein Umsatzvolumen von rund einer Million Euro im Quartal.

Im Vertrag ist festgelegt, dass der Hausarzt den gesamten Behandlungsprozess des Patienten koordiniert. Zu der von Verbandschef Dr. Frank Stüven als "sehr gute Lösung" bezeichneten Vereinbarung zählen verschiedene Pauschalen, die in einer 16-seitigen Vergütungsvereinbarung geregelt sind und die sich im üblichen Rahmen sonstiger HzV-Verträge bewegen.

Dazu gehören unter anderem eine Strukturpauschale in Höhe von 16 Euro, eine kontaktabhängige Pauschale in Höhe von 35 Euro, gestaffelte Zuschläge für chronisch kranke Patienten, Pauschalen für Hausbesuch und Heimbesuche (35 Euro).

Matthias Mohrmann von der AOK Rheinland-Hamburg erwartet, dass die Vereinbarung den Versicherten und den behandelnden Hausärzten nützen wird.

In Hamburg können Hausärzte damit nun Versicherte der AOK, der TK, des vdek, der IKK classic und vereinzelter Betriebskrankenkassen einschreiben. Mit weiteren BKKen laufen Verhandlungen.

Nach Angaben des Verbandes werden Fallwerte zwischen 65 und 70 Euro erreicht. Praxen, die schon ab Oktober ihre eingeschriebenen AOK-Patienten abrechnen wollen, müssen die Einschreibungen schon bis ersten August bei der HÄVG eingereicht haben. (di)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Auswirkung auf Arzneiversorgung

Pharmaindustrie warnt vor Helium-Engpässen durch Irankrieg

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt in einem weißen Arztkittel spricht mit einem männlichen Patienten über die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung und gibt anhand dieser eine Behandlungsempfehlung ab.

© Pcess609 / stock.adobe.com

Kommunikationsfehler vermeiden

Tipps: So sollten Sie mit Patienten über Risiken und Zahlen sprechen

Weltkugel mit Viren

© ImageFlow / stock.adobe.com

Review und Leitlinie

Ambulante antivirale COVID-19-Therapie: Was US-Wissenschaftler empfehlen

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram