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KV Berlin

Neues Mitglied im Vorstand tritt zurück

Die KV Berlin kommt nicht zur Ruhe. Völlig überraschend ist nun eines der drei neuen Vorstandsmitglieder zurückgetreten.

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Turbulenzen in der KV Berlin nehmen kein Ende. Noch ist keine gerichtliche Entscheidung über die Anfechtung der Vorstandswahl gefallen, da ist bereits eines der drei neuen Vorstandsmitglieder zurückgetreten. "Aus persönlichen Gründen" habe Mathias Coordt sein Amt als stellvertretender Vorstandsvorsitzender niedergelegt, teilte die KV am Montag schriftlich mit.

Die beiden verbleibenden Vorstandsmitglieder Dr. Margret Stennes als Vorsitzende und der Jurist Günter Scherer als erstes nichtärztliches Mitglied im Vorstand zeigten sich von dem Rücktritt überrascht und äußerten ihr Bedauern. Sie betonten aber, dass es dennoch oberstes Ziel bleiben müsse, die KV Berlin zu reformieren. Diese Aufgabe sei dringend und wichtig, teilten sie der "Ärzte Zeitung" auf Nachfrage mit. Scherer hat nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der KV Bremen erst vor wenigen Tagen die Arbeit in Berlin aufgenommen.

Auch die Vorsitzende der Vertreterversammlung Dr. Christiane Wessel äußerte ihr Bedauern über den Rücktritt Coordts. "Gleichwohl respektiere ich seine persönliche Entscheidung", so Wessel, die wie Coordt dem Vorstand des NAV Virchowbundes in Berlin angehört. Auch Wessel betonte, dass der Reformkurs fortgesetzt werden soll. "Gemeinsam mit der VV werde ich dafür sorgen, dass die KV Berlin im Interesse ihrer Mitglieder und der Bewohner unserer Stadt den in der neuen Amtszeit unter Leitung des neuen Vorstands begonnenen Neuanfang erfolgreich fortsetzt."

Coordts Geschäftsbereich wird den Angaben zufolge bis zur Wahl eines neuen hausärztlichen Vorstandsmitgliedes durch die VV und die beiden anderen Vorstände gemeinsam kommissarisch geleitet. Die Neuwahl soll Mitte Mai erfolgen. Bis dahin dürfte das Sozialgericht Berlin auch entschieden haben, ob die Vorstandswahl ordnungsgemäß erfolgt ist. Wie berichtet hatte der Hausarzt Dr. Peter Reinardy die Vorstandswahl angefochten. (ami)

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