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Vom Fach- zum Hausarzt

Nicht romantisieren!

Von Anne Zegelman Veröffentlicht:

Welche Motive haben Fachärzte, noch einmal 24 Monate in die Weiterbildung zu gehen, um Allgemeinmediziner zu werden?

In einer Umfrage der Verbundweiterbildung Plus Baden-Württemberg zu den Beweggründen gaben einige Quereinsteiger an, sie erhofften sich von dem Wechsel "dauerhaft günstigere Arbeitsbedingungen". Offenbar erscheint ihnen vor allem die Niederlassung attraktiv. So erklärte die Mehrheit der Teilnehmer, ohne eine finanzielle Förderung der KV hätten sie keinen Wechsel in Betracht gezogen.

Natürlich, angesichts der immer weiter steigenden Arbeitsbelastung in den Kliniken, angesichts von Nacht- und Wochenenddiensten mag die Arbeit in eigener Praxis geradezu paradiesisch erscheinen. Doch verklären oder gar romantisieren sollte man die Vorstellung vom "gemütlichen Hausarztleben" nicht!

Ist man sein eigener Chef, dann mit allen Konsequenzen. Niedergelassene Ärzte tragen die Verantwortung für die Verwaltung ihrer Praxis und für ihre Mitarbeiter, sie kümmern sich um die Abrechnung und den anfallenden "Papierkram".

Eine Praxis ist ein kleines Unternehmen und der Arzt auch Geschäftsführer – neben seiner Medizinischen Tätigkeit. Zu glauben, eine eigene Praxis mache weniger Arbeit, ist schlichtweg naiv.

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