Klinisches Krebsregister

Niedersachsen startet Meldeverfahren

Nach einer Testphase soll der Echtbetrieb in der zweiten Jahreshälfte 2018 beginnen.

Veröffentlicht:

HANNOVER. Niedersachsen hat das "KKN-Klinisches Krebsregister Niedersachsen" gegründet und realisiert damit die Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und Registergesetzes (KFRG) auf Landesebene.

Alle behandelnden Ärzte aus Krankenhäusern und Praxen melden künftig ihre Tumor-Patienten an das regionale klinische Krebsregister. Es nimmt personenbezogen alle Behandlungsdaten auf, führt sie zusammen, wertet sie aus und spiegelt sie an die Ärzte zurück. Außerdem führt es anonymisiert regionale Analysen des Versorgungsstandes durch.

"Durch die lückenlose Erfassung des Erkrankungs- und Behandlungsverlaufs entsteht auf lange Sicht ein Datenschatz, der als Grundlage für eine transparente und sektorenübergreifende Darstellung der onkologischen Versorgungsqualität auf Landes- und Bundesebene dienen soll", teilt das Gesundheitsministerium mit.

Die Meldungen laufen künftig ausschließlich online über ein Melderportal, das von acht Bundesländern gemeinsam entwickelt wurde. Die ersten Testmelder können im ersten Quartal 2018 das KKH nutzen. Im anschließenden Echtbetrieb in der zweiten Jahreshälfte 2018 soll das KKN die Meldungen von mehr als 5000 onkologisch tätigen Ärzten, Zahnärzten sowie von onkologischen Einrichtungen wie Kliniken und Tumorzentren entgegennehmen. Das KKN werde eng mit dem Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen (EKN) zusammenarbeiten, hieß es.

Mit dem Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) wurden die Länder verpflichtet, eine flächendeckende klinische Krebsregistrierung aufzubauen, um eine Verbesserung der Qualität der Behandlung und Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten im Einzelfall zu erreichen. Diese Register sollen spätestens 2018 ihren Betrieb aufnehmen.

Die Finanzierung sei zu 90 Prozent aus der Summe der fallbezogenen Krebsregisterpauschale je Tumorneuerkrankung gesichert, die die Krankenversichertenträger an das KKN zu entrichten haben; die restlichen 10 Prozent übernimmt das Land. (cben)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Management tumorassoziierter VTE

CME-Fortbildung

Management tumorassoziierter VTE

Anzeige | Leo Pharma GmbH
CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Empfehlungen

CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Anzeige | Leo Pharma GmbH
Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

CAR-T-Zelltherapie

OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Viele Menschen leiden nach einer SARS-CoV-2-Infektion an Fatigue. Eine Impfung scheint sich hier nicht noch zusätzlich negativ auszuwirken.

Corona-Studien-Splitter

Offenbar kein positiver Effekt von ASS bei COVID-19