Direkt zum Inhaltsbereich

Ostfriesland

Nur drei von 1000 Ostfriesen mit Corona infiziert

Ostfriesland hat Ergebnisse einer nicht-repräsentativen Erhebung veröffentlicht. Die geringe Gesamtbelastung in der Region könnte ein Grund für die niedrige Fallzahl sein.

Veröffentlicht:

Aurich. Medizinisches Personal ist einer Reihentestung im ostfriesischen Landkreis Aurich und der Stadt Emden zufolge offenbar nicht häufig mit dem Corona-Virus infiziert. Das gaben die beiden Kommunen am Freitag bekannt.

Eine nicht-repräsentative Erhebung an 1000 Freiwilligen öffentlicher Einrichtungen, darunter 732 aus medizinischen Einrichtungen, zeigt: Drei von 1000 getesteten Personen sind mit dem Virus infiziert.

Die drei arbeiten in einem Pflegeheim, einem Krankenhaus und einer Arztpraxis. Eine der positiv getesteten Personen war praktisch beschwerdefrei, zwei hatten milde Beschwerden.

Repräsentative Erhebung soll im Juni folgen

„Die gefundene niedrige Zahl positiver Fälle deutet an, dass möglicherweise keine kritische Häufung von Fällen beim medizinischen Personal anzunehmen ist und dass die getroffenen Maßnahmen zum individuellen und Fremdschutz hier derzeit keine Lücken aufweisen“, heißt es in der Veröffentlichung des Landkreises.

Allerdings könne auch die ohnedies geringe Virusbelastung in der Region der Grund für die geringe Fallzahl der Testreihe sein, hieß es. Die Fallzahlen, erhoben durch die Testzentren der KV Niedersachsen, lagen im Landkreis Aurich am 20. April bei 6,8 pro 100 .000 Einwohner und vier pro 100 .000 in der Stadt Emden.

„Wir wollten wissen, ob das der Wahrheit entspricht, weil an der Küste bis Ende März noch viele Urlauber waren“, sagte Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) dem Norddeutschen Rundfunk (NDR).

Tatsächlich ließen die 1000 Tests der Reihenuntersuchung „die Gesamtfallzahl der Region nicht steigen“, hieß es nun. Die Dunkelziffer an Infektionen in der Zielgruppe ist also gering.

Der Test kostete den Landkreis Aurich und die Stadt Emden 60 .000 Euro. Anfang Juni wollen die beiden Kommunen weitere Daten erheben – diesmal repräsentativ von 1000 Bürgern der Region. (cben)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Dissoziation

Umgang mit Trauma und PTBS: Was kann die Hausarztpraxis leisten?

Lesetipps
Eine ältere Frau fässt sich mit den Händen ins Gesicht

© Miriam Kunz

Interview

Schmerzen bei Demenz-Patienten: Welche Fallstricke lauern in der Diagnostik?

Luftverschmutzung aufgrund von Feuer, gepaart mit Hitzewellen - da leidet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz.

© Kang / stock.adobe.com

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität