Ostfriesland

Nur drei von 1000 Ostfriesen mit Corona infiziert

Ostfriesland hat Ergebnisse einer nicht-repräsentativen Erhebung veröffentlicht. Die geringe Gesamtbelastung in der Region könnte ein Grund für die niedrige Fallzahl sein.

Veröffentlicht: 10.05.2020, 11:36 Uhr

Aurich. Medizinisches Personal ist einer Reihentestung im ostfriesischen Landkreis Aurich und der Stadt Emden zufolge offenbar nicht häufig mit dem Corona-Virus infiziert. Das gaben die beiden Kommunen am Freitag bekannt.

Eine nicht-repräsentative Erhebung an 1000 Freiwilligen öffentlicher Einrichtungen, darunter 732 aus medizinischen Einrichtungen, zeigt: Drei von 1000 getesteten Personen sind mit dem Virus infiziert.

Die drei arbeiten in einem Pflegeheim, einem Krankenhaus und einer Arztpraxis. Eine der positiv getesteten Personen war praktisch beschwerdefrei, zwei hatten milde Beschwerden.

Repräsentative Erhebung soll im Juni folgen

„Die gefundene niedrige Zahl positiver Fälle deutet an, dass möglicherweise keine kritische Häufung von Fällen beim medizinischen Personal anzunehmen ist und dass die getroffenen Maßnahmen zum individuellen und Fremdschutz hier derzeit keine Lücken aufweisen“, heißt es in der Veröffentlichung des Landkreises.

Allerdings könne auch die ohnedies geringe Virusbelastung in der Region der Grund für die geringe Fallzahl der Testreihe sein, hieß es. Die Fallzahlen, erhoben durch die Testzentren der KV Niedersachsen, lagen im Landkreis Aurich am 20. April bei 6,8 pro 100.000 Einwohner und vier pro 100.000 in der Stadt Emden.

„Wir wollten wissen, ob das der Wahrheit entspricht, weil an der Küste bis Ende März noch viele Urlauber waren“, sagte Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) dem Norddeutschen Rundfunk (NDR).

Tatsächlich ließen die 1000 Tests der Reihenuntersuchung „die Gesamtfallzahl der Region nicht steigen“, hieß es nun. Die Dunkelziffer an Infektionen in der Zielgruppe ist also gering.

Der Test kostete den Landkreis Aurich und die Stadt Emden 60.000 Euro. Anfang Juni wollen die beiden Kommunen weitere Daten erheben – diesmal repräsentativ von 1000 Bürgern der Region. (cben)

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