Sprachprüfung

Nur fünf von 81 Ärzten in Berlin fallen durch

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BERLIN. 81 ausländische Ärzte hat die Ärztekammer Berlin seit August 2015 auf ihre Fachsprachenkenntnisse geprüft. Nur fünf Ärzte haben die Prüfungen im ersten halben Jahr seit der Einführung nicht bestanden. Sie können die Tests wiederholen.

"Sprache und Kommunikation sind die wichtigsten Instrumente des Arztes. Nur wenn Ärztinnen und Ärzte mit ihren Patienten klar kommunizieren können, ist eine erfolgreiche und sichere Behandlung der Patienten möglich", so Berlins Kammerpräsident Dr. Günther Jonitz. Mit den Fachsprachprüfungen liefere die Berliner Kammer einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung der ärztlichen Behandlung. Ihre Prüfungsausschüsse besetzt die Berliner Kammer soweit wie möglich interdisziplinär mit einem Arzt und einem Sprachwissenschaftler.

Die Fachsprachenprüfungen wurden von der Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) im Sommer 2014 beschlossen.

In Berlin sind die meisten Teilnehmer an den Prüfungen laut Landesärztekammer männlich, unter 30 Jahre alt und aus dem Nahen Osten nach Deutschland gekommen. Insgesamt hat die Berliner Kammer Prüflinge aus 25 Ländern registriert. Aktuell nimmt die Zahl der Prüfungen den Angaben zufolge deutlich zu.

Bundesweit steigt die Zahl ausländischer Ärzte stetig und in den vergangenen Jahren rasant. Die Ärztestatistik der Bundesärztekammer verzeichnete 2007 noch 16.818 berufstätige ausländische Ärzte, 2014 aber bereits doppelt so viele (34.706). Die meisten von ihnen kommen aus dem europäischen Ausland. (ami)

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