KV Berlin

Objektives Interesse an Kontrolle

Der NAV-Virchowbund nimmt das KV-Wahljahr zum Anlass für eine weitere Attacke auf den Vorstand der KV Berlin.

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BERLIN. Die niedergelassenen Ärzte in Berlin loten Möglichkeiten für eine stärkere Kontrolle des Vorstands der Kassenärztlichen Vereinigung Berlins aus. Dazu hat der NAV-Virchowbund eine Umfrage unter den 6400 in Berlin tätigen Vertragsärzten gestartet. Ziel der Befragung sei es, Strukturreformen auf den Weg zu bringen, die die Arbeit der KV offener, transparenter und nachvollziehbarer machten, erklärt NAV-Landesgruppen-Chef Mathias Coordt. Der Fragebogen enthält zehn Fragen zur aktuellen und künftigen Situation der KV Berlin.

Der dreiköpfige Vorstand der KV Berlin war wegen einer Affäre um nach Ansicht von Kritikern möglicherweise zu Unrecht ausgezahlte Übergangsgelder bundesweit ins Gespräch geraten. Vor einem Jahr überstanden die Vorstände ein aus der Vertreterversammlung heraus beantragtes Abwahlverfahren. Die Vertreter beklagten zudem unkooperatives Verhalten des Vorstandes bei der Kontrolle einer angeblichen Honorarlücke in Millionenhöhe.

Im Begleitschreiben zur Umfrage heißt es, dass die in den Händen der hauptamtlichen Vorstände konzentrierte Machtfülle von der ehrenamtlich tätigen Vertreterversammlung nicht zu kontrollieren sei. Es sei erforderlich, künftig den Vorstand nach nachgewiesener beruflicher Qualifikation auszuwählen. "Wir haben ein objektives Interesse an einer vernünftig kontrollierten Vorstandsarbeit.

Die große Mehrheit der niedergelassenen Ärzte beziehe den überwiegenden Anteil ihrer Honorare aus Zahlungen der KV. Die Ärzte seien darauf angewiesen, dass die Honorarverteilung gerecht, nachvollziehbar und transparent erfolge, schreibt Coordt. (eb)

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