Oldenburg screent Klinik-Patienten eine Woche lang auf MRSA

EU-Projekt soll zeigen, wie Netzwerkarbeit dazu beitragen kann, die Zahl der Infektionen zu senken.

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MRSA-Screening - Oldenburg setzt auf Netzwerkarbeit.

MRSA-Screening - Oldenburg setzt auf Netzwerkarbeit.

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OLDENBURG (cben). MRSA ist nur Sektoren überschreitend zu bekämpfen. Davon ist der Oldenburger Arzt Dr. Jörg Hermann überzeugt. Er ist Leiter des Oldenburger Institutes für Krankenhaushygiene und Chef der eben erst im Rahmen des EU-Projektes "EurSafety Health-net" gegründeten Hygiene-Akademie in Oldenburg.

"80 Prozent der MRSA-Infektionen holen sich die Patienten im ambulanten Bereich, auch wenn wir nicht genau wissen wie und wo", sagte Herrmann zur "Ärzte Zeitung", "20 Prozent bei uns in den Kliniken." Das EU-Projekt soll mit Hilfe von Netzwerkarbeit das MRSA- Problem eindämmen helfen.

Das kürzlich im Nordwesten gestartete Netz soll MRSA-Infektionen in der Ems Dollart Region bekämpfen. In der ersten Jahreshälfte sollen die teilnehmenden Krankenhäuser der Region eine Woche lang alle eingelieferten Patienten auf MRSA screenen, heißt es.

"Parallel soll die Bildung regionaler Netzwerke unter der Moderation der kommunalen Gesundheitsämter voran getrieben werden", so Dr. Matthias Pulz, Präsident des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes.

An der Auftaktveranstaltung in Oldenburg nahmen rund 100 Teilnehmer aus Kliniken, Gesundheitsämtern und Reha-Einrichtungen teil. "Wir müssen erreichen, dass verbindliche Standards bei der Bekämpfung von multiresistenten Keimen nicht nur in den Krankenhäusern, sondern auch in den Folgeeinrichtungen wie Reha-Zentren sowie Alten- und Pflegeheimen, aber auch für Rettungs- und ambulante Pflegedienste gelten", sagte Herrmann.

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