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Onko-Wissen schneller umsetzen!

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BERLIN (hom). Der neu gewählte Präsident der Deutschen Krebshilfe, Harald zur Hausen, hat einen rascheren Transfer neuer Erkenntnisse aus der Krebsforschung in die Versorgungspraxis gefordert. Die Krebsforschung in Deutschland habe in den vergangenen Jahren einen enormen Erkenntnisgewinn erzielen können, sagte zur Hausen. "Wir verstehen die wesentlichen Ursachen und Entstehungswege von Krebserkrankungen zunehmend besser." Nun komme es darauf an, das neue Wissen möglichst rasch in die klinische Versorgung krebskranker Menschen zu transportieren.

Zur Finanzierung der Translationalen Forschung bedürfe es einer engen Zusammenarbeit zwischen privaten Förderorganisationen und öffentlicher Hand, sagte zur Hausen. Die neue Bundesregierung müsse den von der Vorgängerregierung aufgelegten Nationalen Krebsplan fortführen und die darin festgeschriebenen Ziele rasch umsetzen. Laut Deutscher Krebshilfe erkranken jährlich mehr als 430 000 Menschen neu an Krebs, etwa 210 000 sterben daran.

Zur Hausen, der für seine Forschung auf dem Gebiet der Tumor-Virologie 2008 den Medizin-Nobelpreis erhalten hat, wurde vergangene Woche zum neuen Präsidenten der Deutschen Krebshilfe gewählt (wir berichteten kurz). Er folgt auf Dagmar Schipanski, die zehn Jahre lang an der Spitze der Organisation stand.

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