Direkt zum Inhaltsbereich

Online-Projekt zur Prävention von Essstörungen

KIEL/HAMBURG (di). Immer mehr Mädchen und junge Frauen im Norden sind von Essstörungen betroffen.

Veröffentlicht:

Nach Schätzungen der Frauenberatungsstelle Eß-o-Eß leiden allein in Schleswig-Holstein rund 400 000 Menschen an Symptomen einer Essstörung. Nach Beobachtungen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Gabriele Schiedeck von der Beratungsstelle trifft dies verstärkt Kinder und Jugendliche.

Schulen im Norden haben darauf reagiert und greifen verstärkt auf ein Präventionsprogramm zurück, das Eß-o-Eß und die TK gemeinsam anbieten.

Dabei wird den Jugendlichen aus siebten bis 13. Klassen der Zusammenhang zwischen Essverhalten und Gefühlen aufgezeigt und die eigene Ernährung bewertet. Außerdem wird ein kritischer Blick auf Werbung und Schönheitsideale geworfen.

Ausmaß einer Essstörung wird oft erst im Krankenhaus deutlich

In den vergangenen zwei Jahren wurden über diesen Weg rund 1000 Schüler an 25 Schulen im Norden erreicht. 90 Schüler und Angehörige wurden über die allgemeine Prävention hinaus in Einzelgesprächen beraten. Nach Angaben der TK wird das wahre Ausmaß eine Essstörung oft erst bei Behandlungen im Krankenhaus erkannt.

"Gut die Hälfte der Betroffenen, die mit Essstörungen stationär behandelt werden muss, ist zuvor im ambulanten Bereich nicht auffällig geworden", sagte Schleswig-Holsteins TK-Leiter Dr. Johann Brunkhorst.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigen Studien, dass schon bei einem Fünftel der elf- bis 17-Jährigen Hinweise auf eine Essstörung vorliegen.

Um für mehr Transparenz bei der Versorgung zu sorgen, hat die Bundeszentrale zusammen mit dem Hamburger UKE eine Online-Datenbank mit 739 Einrichtungen erstellt, die Angebote zur Prävention und Behandlung zeigen.

www.hilfe-essstoerungen.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Barrieren abbauen

Menschen mit Behinderung in der Praxis: Kleine Stellschrauben, große Wirkung

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Präexpositionsprophylaxe

HIV-PrEP: Diese Möglichkeiten gibt es

Lesetipps
Viren schweben über Kot.

© Shawon / Generated with AI / Stock.adobe.com

Heimische Zoonosen

Wie Sie eine Hantavirus-Infektion erkennen